Ein Maschinenbestand wächst in vielen Unternehmen über Jahre. Neue Baumaschinen werden angeschafft, ältere Maschinen bleiben zunächst als Reserve im Fuhrpark und zusätzliche Baugeräte oder Anbaugeräte kommen je nach Auftragssituation hinzu. Was ursprünglich sinnvoll war, kann mit der Zeit jedoch zu einem unnötig großen Bestand führen.
Dann stellt sich für Unternehmen eine wichtige Frage: Wie lässt sich der Maschinenbestand reduzieren, ohne unnötig Zeit, Geld und Ressourcen in den Verkaufsprozess zu investieren?
Grundsätzlich gibt es verschiedene Möglichkeiten, gebrauchte Baumaschinen, Baugeräte und Anbaugeräte aus einem Bestand zu verkaufen. Dazu gehören unter anderem der Direktankauf, die Vermittlung, der Verkauf einzelner Maschinen, der Verkauf von Maschinenpaketen, die Eigenvermarktung sowie je nach Bestand und Maschinentyp auch eine Auktion.
Welcher Verkaufsweg sinnvoll ist, hängt dabei nicht allein vom möglichen Verkaufspreis ab. Auch Zeitaufwand, gewünschter Verkaufszeitraum, Zustand der Maschinen, Marktgängigkeit, Anzahl der Maschinen, interne Ressourcen und die gewünschte Abwicklung spielen eine wichtige Rolle.
Das BAUMASCHINENZENTRUM betrachtet deshalb unterschiedliche Verkaufswege und unterstützt Unternehmen sowohl bei einzelnen Maschinen als auch bei größeren Maschinenbeständen.
Warum Unternehmen ihren Maschinenbestand reduzieren
Die Gründe für eine Bestandsreduzierung können sehr unterschiedlich sein.
Ein Unternehmen kann beispielsweise feststellen, dass bestimmte Maschinen nicht mehr ausreichend ausgelastet sind. Andere Maschinen wurden durch modernere Modelle ersetzt. Wieder andere werden nur noch selten benötigt oder verursachen im Verhältnis zu ihrer Nutzung zu hohe Wartungs- und Betriebskosten.
Typische Gründe für eine Reduzierung des Maschinenbestands sind:
- zu geringe Auslastung einzelner Maschinen
- Modernisierung des Fuhrparks
- Ersatz älterer Maschinen
- Veränderung des Leistungsspektrums
- Rückgang bestimmter Bauleistungen
- Fokussierung auf bestimmte Geschäftsfelder
- Reduzierung von Kapitalbindung
- Freisetzung von Stell- und Lagerflächen
- Verringerung von Wartungs- und Betriebskosten
- Umstrukturierung des Unternehmens
- Standortveränderung
- Unternehmensnachfolge
- Reduzierung eines überdimensionierten Fuhrparks
Eine Maschinenbestandsreduzierung muss deshalb nicht bedeuten, dass ein Unternehmen seinen gesamten Fuhrpark aufgibt. Häufig geht es lediglich darum, einzelne Maschinen auszusortieren, die wirtschaftlich oder betrieblich nicht mehr benötigt werden.
Maschinenbestand reduzieren ist nicht dasselbe wie Maschinenpark komplett verkaufen
Diese Unterscheidung ist für Unternehmen besonders wichtig.
Beim Verkauf eines kompletten Maschinenparks steht häufig eine umfassende Verwertung des gesamten Bestands im Mittelpunkt.
Bei einer Bestandsreduzierung bleibt der überwiegende Teil des Fuhrparks dagegen im Unternehmen.
Beispielsweise können von 40 Maschinen lediglich sechs oder sieben Maschinen verkauft werden, weil diese nicht mehr benötigt werden.
Das Ziel lautet dann nicht: „Den gesamten Maschinenpark verkaufen.“
Das Ziel lautet vielmehr: „Den Maschinenbestand auf eine wirtschaftlich sinnvolle Größe bringen.“
Diese Suchintention ist entsprechend anders zu betrachten als ein kompletter Maschinenparkverkauf.
Welche Maschinen können bei einer Bestandsreduzierung verkauft werden?
Grundsätzlich kann eine große Bandbreite gebrauchter Maschinen für eine Bestandsreduzierung infrage kommen.
Dazu gehören beispielsweise:
- Minibagger
- Kettenbagger
- Mobilbagger
- Kompaktbagger
- Radlader
- Kompaktradlader
- Hoflader
- Dumper
- Muldenkipper
- Teleskoplader
- Walzen
- Arbeitsbühnen
- Krane
- Verdichtungsmaschinen
- Straßenbaumaschinen
- Spezialmaschinen
Darüber hinaus können auch Baugeräte wie Rüttelplatten, Stampfer, Stromerzeuger, Kompressoren, Betonmischer oder Baupumpen Bestandteil einer Bestandsreduzierung sein.
Dasselbe gilt für Anbaugeräte wie Löffel, Greifer, Hydraulikhämmer, Scheren, Schnellwechsler oder Verdichter.
Der erste Schritt: Maschinenbestand analysieren
Bevor Sie mit dem Verkauf beginnen, sollten Sie zunächst feststellen, welche Maschinen tatsächlich zur Disposition stehen.
Eine einfache Bestandsaufnahme kann dafür bereits sehr hilfreich sein.
Erfassen Sie möglichst:
- Maschinentyp
- Hersteller
- Modell
- Baujahr
- Betriebsstunden
- Seriennummer
- technischen Zustand
- optischen Zustand
- Standort
- Ausstattung
- Anbaugeräte
- bekannte Mängel
- Wartungszustand
- aktuellen betrieblichen Nutzen
Diese Übersicht schafft eine wichtige Grundlage für die spätere Entscheidung über den Verkaufsweg.
Welche Maschinen sollten aus dem Bestand entfernt werden?
Nicht jede alte Maschine muss automatisch verkauft werden.
Ebenso wenig sollte eine Maschine allein deshalb im Unternehmen bleiben, weil sie bereits abgeschrieben ist.
Eine bessere Entscheidung ergibt sich aus der tatsächlichen Nutzung.
Stellen Sie für jede Maschine beispielsweise folgende Fragen:
- Wie häufig wird die Maschine tatsächlich eingesetzt?
- Welche Aufgaben übernimmt sie?
- Gibt es bereits eine andere Maschine mit ähnlicher Funktion?
- Wie hoch sind Wartungs- und Reparaturkosten?
- Wie zuverlässig ist die Maschine?
- Wird sie in Zukunft noch benötigt?
- Wie hoch ist ihr aktueller Marktwert?
- Wie viel Stellfläche benötigt sie?
- Wie viel Kapital ist in ihr gebunden?
So entsteht eine wesentlich bessere Grundlage für die Entscheidung, welche Maschinen verkauft werden sollten.
Verkaufsweg 1: Maschinen direkt verkaufen
Eine der einfachsten Möglichkeiten zur Reduzierung eines Maschinenbestands ist der direkte Verkauf an einen Händler oder spezialisierten Ankäufer.
Der Verkäufer übermittelt die wichtigsten Maschinendaten und Fotos. Anschließend wird geprüft, ob ein direkter Ankauf infrage kommt.
Der große Vorteil liegt im vergleichsweise überschaubaren organisatorischen Aufwand.
Der Verkäufer muss nicht zwingend selbst über Wochen oder Monate nach einem Endkunden suchen, Besichtigungen koordinieren und zahlreiche Einzelanfragen beantworten.
Ein Direktankauf kann deshalb besonders interessant sein, wenn:
- der Verkauf zeitnah erfolgen soll
- wenig interner Verkaufsaufwand gewünscht ist
- mehrere Maschinen aus dem Bestand ausscheiden sollen
- die Maschinen gut marktgängig sind
- eine klare und einfache Abwicklung bevorzugt wird
Der mögliche Verkaufspreis sollte dabei immer zusammen mit dem eingesparten Zeit- und Verwaltungsaufwand betrachtet werden.
Verkaufsweg 2: Maschinen vermitteln lassen
Eine zweite Möglichkeit ist die Vermittlung.
Hier verkauft das Unternehmen die Maschine nicht zwingend direkt an den Vermittler. Stattdessen wird ein passender Käufer gesucht.
Das kann besonders bei speziellen Maschinen interessant sein, die eine kleinere oder klar definierte Zielgruppe ansprechen.
Auch Unternehmen, die nicht selbst zahlreiche Verkaufsanfragen bearbeiten möchten, können von einer Vermittlung profitieren.
Das BAUMASCHINENZENTRUM beschreibt die Vermittlung als Möglichkeit, gebrauchte Baumaschinen gezielt in das eigene Netzwerk einzubringen und nach passenden Käufern zu suchen.
Verkaufsweg 3: Maschinen selbst inserieren
Unternehmen können ihre gebrauchten Maschinen auch selbst über Online-Marktplätze oder andere Verkaufskanäle anbieten.
Das bietet maximale Kontrolle über die Präsentation und den gewünschten Verkaufspreis.
Allerdings entsteht dadurch auch entsprechender Aufwand.
Sie müssen unter anderem:
- technische Daten zusammentragen
- Fotos erstellen
- Inserate erstellen
- Preise festlegen
- Anfragen beantworten
- Interessenten qualifizieren
- Besichtigungen organisieren
- Preisverhandlungen führen
- Verträge und Übergabe koordinieren
- gegebenenfalls den Transport organisieren
Bei einer einzelnen Maschine kann dieser Aufwand überschaubar sein.
Bei zehn oder zwanzig Maschinen kann daraus jedoch schnell ein eigenes Verkaufsprojekt werden.
Gebrauchtmaschinen-Marktplätze zeigen, dass sowohl Festpreisangebote als auch Auktionen etablierte Möglichkeiten im Gebrauchtmaschinenhandel sind.
Verkaufsweg 4: Mehrere Maschinen als Paket verkaufen
Wenn mehrere Maschinen aus dem Bestand reduziert werden sollen, kann ein Paketverkauf interessant sein.
Statt beispielsweise fünf Maschinen in fünf separaten Verkaufsprozessen anzubieten, können mehrere Maschinen gemeinsam betrachtet werden.
Ein Maschinenpaket könnte beispielsweise enthalten:
- mehrere Minibagger
- einen Radlader und mehrere Baugeräte
- verschiedene Anbaugeräte
- mehrere ältere Maschinen desselben Herstellers
- Maschinen mit ergänzendem Zubehör
Ob ein Paketverkauf sinnvoll ist, hängt allerdings von den konkreten Maschinen ab.
Eine stark nachgefragte Maschine kann möglicherweise einzeln besser vermarktet werden, während weniger stark nachgefragte Maschinen gemeinsam mit anderen Positionen interessanter werden können.
Verkaufsweg 5: Maschinen über eine Auktion verkaufen
Eine weitere Möglichkeit ist die Versteigerung über eine spezialisierte Auktionsplattform.
Bei einer Auktion wird der Verkaufspreis durch die Gebote der Interessenten bestimmt.
Das kann insbesondere dann interessant sein, wenn eine breite Käufergruppe erreicht werden soll und die Marktreaktion auf eine Maschine festgestellt werden soll.
Allerdings sollten Unternehmen die jeweiligen Gebühren, Bedingungen, Mindestpreise und Abwicklungsmodalitäten genau prüfen.
Auktionsmodelle können außerdem andere Anforderungen an Zeitplanung und Übergabe stellen als ein direkter Verkauf.
Auch spezialisierte Plattformen für Baumaschinen bieten Auktionsmodelle neben anderen Verkaufsoptionen an.
Verkaufsweg 6: Kommissions- oder Auftragsverkauf
Je nach Anbieter kann auch ein Verkauf im Auftrag beziehungsweise ein Kommissionsmodell infrage kommen.
Dabei bleibt die Maschine grundsätzlich beim Eigentümer, während ein professioneller Vermarkter die Verkaufsaktivitäten übernimmt.
Der Vorteil: Das Unternehmen muss nicht sämtliche Aufgaben der Vermarktung selbst erledigen.
Der Nachteil: Der Verkaufsprozess kann länger dauern als bei einem unmittelbaren Direktankauf, und je nach Modell können Gebühren oder Provisionen anfallen.
Welche Form der Vermarktung angeboten wird, hängt vom jeweiligen Anbieter und der konkreten Maschine ab.
Direktankauf oder Vermittlung: Was ist besser?
Eine pauschale Antwort gibt es nicht.
Ein Direktankauf kann sinnvoll sein, wenn Geschwindigkeit und eine unkomplizierte Abwicklung besonders wichtig sind.
Eine Vermittlung kann dagegen interessant sein, wenn eine Maschine einen speziellen Käuferkreis hat und eine gezielte Vermarktung erfolgversprechend erscheint.
Das BAUMASCHINENZENTRUM verfolgt deshalb einen situationsabhängigen Ansatz: Je nach Maschine, Zustand und Verkaufssituation können Direktankauf oder Vermittlung infrage kommen.
Warum nicht alle Maschinen auf demselben Weg verkaufen?
Ein häufiger Fehler bei der Bestandsreduzierung besteht darin, für sämtliche Maschinen denselben Verkaufsweg zu wählen.
Ein moderner, gut erhaltener Radlader mit hoher Nachfrage kann beispielsweise völlig anders vermarktet werden als ein älterer Spezialbagger mit hoher Betriebsleistung.
Auch ein Paket aus mehreren Baugeräten kann einen anderen Verkaufsweg erfordern als eine einzelne große Baumaschine.
Deshalb kann eine kombinierte Verkaufsstrategie sinnvoll sein.
Beispielsweise:
- Maschine A → Direktankauf
- Maschine B → Vermittlung
- Maschine C → Einzelverkauf
- Maschinen D bis F → Paketverkauf
- mehrere Anbaugeräte → gemeinsame Vermarktung
Dadurch wird der Maschinenbestand nicht nach einem starren Schema reduziert.
Welche Rolle spielt der Zustand der Maschinen?
Der Zustand einer Maschine beeinflusst maßgeblich, welcher Verkaufsweg sinnvoll sein kann.
Bei einer gut gepflegten Maschine mit nachvollziehbarer Wartungshistorie kann eine klassische Vermarktung interessant sein.
Bei einer stark gebrauchten Maschine mit hoher Betriebsleistung oder Reparaturbedarf kann dagegen ein anderer Verkaufsweg wirtschaftlicher sein.
Deshalb sollten Sie vor der Entscheidung möglichst realistisch dokumentieren:
- Betriebsstunden
- technischen Zustand
- Wartungszustand
- bekannte Mängel
- Verschleiß
- Reparaturen
- optischen Zustand
- vorhandene Ausstattung
Hohe Betriebsstunden sind nicht automatisch ein Ausschlusskriterium
Gerade bei einer Bestandsreduzierung werden häufig ältere Maschinen mit hohen Betriebsstunden aussortiert.
Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass diese Maschinen unverkäuflich sind.
Für die Einschätzung können neben den Betriebsstunden auch Hersteller, Modell, Wartung, technischer Zustand, Ausstattung und aktuelle Nachfrage relevant sein.
Deshalb sollten ältere Maschinen zunächst geprüft werden, bevor sie als wertlos eingestuft werden.
Auch defekte Maschinen können Teil der Bestandsreduzierung sein
Bei der Bereinigung eines Maschinenbestands kommen manchmal Maschinen zum Vorschein, die bereits seit längerer Zeit nicht mehr eingesetzt werden und reparaturbedürftig sind.
Auch hier sollte zunächst geprüft werden, welche Verwertungsmöglichkeit besteht.
Wichtig sind möglichst genaue Angaben zum Defekt.
Beispielsweise:
- Ist die Maschine noch startfähig?
- Ist sie fahrbereit?
- Welche Funktion ist ausgefallen?
- Welche Reparatur wurde bereits durchgeführt?
- Welche Reparatur ist vermutlich notwendig?
- Ist die Maschine vollständig?
Eine transparente Zustandsbeschreibung erleichtert die weitere Einschätzung.
Anbaugeräte bei der Bestandsreduzierung nicht vergessen
Bei der Analyse des Maschinenbestands werden Anbaugeräte häufig übersehen.
Wenn eine Maschine verkauft wird, können beispielsweise mehrere Löffel oder andere Arbeitsgeräte übrig bleiben, die nicht mehr zum verbleibenden Fuhrpark passen.
Deshalb sollte die Bestandsaufnahme nicht nur selbstfahrende Maschinen umfassen.
Prüfen Sie auch:
- Baggerlöffel
- Tieflöffel
- Grabenräumlöffel
- Greifer
- Hydraulikhämmer
- Abbruchscheren
- Schnellwechsler
- Verdichter
- weitere Anbaugeräte
Je nach Situation können diese Geräte separat oder gemeinsam mit Maschinen angeboten werden.
Maschinenbestand reduzieren und Kapital freisetzen
Ein überdimensionierter Maschinenbestand bindet Kapital.
Das gilt auch dann, wenn eine Maschine bereits abgeschrieben ist.
Entscheidend ist, ob der Vermögensgegenstand noch einen betrieblichen Nutzen erzeugt oder ob das Kapital beziehungsweise die Stellfläche sinnvoller eingesetzt werden könnte.
Durch den Verkauf nicht mehr benötigter Maschinen kann Kapital wieder für andere Unternehmensbereiche verfügbar werden.
Das kann beispielsweise für neue Maschinen, Personal, Projekte, Tilgungen oder andere Investitionen relevant sein.
Maschinenbestand reduzieren und Stellfläche gewinnen
Nicht benötigte Maschinen benötigen trotzdem Platz.
Das betrifft insbesondere Unternehmen mit begrenzten Betriebshof- oder Lagerflächen.
Wenn mehrere selten genutzte Maschinen dauerhaft abgestellt werden, kann die Bestandsreduzierung zusätzlichen Platz schaffen.
Dieser Platz kann anschließend für produktiv genutzte Maschinen, Fahrzeuge, Material oder andere betriebliche Zwecke eingesetzt werden.
Die Wirtschaftlichkeit einer Bestandsreduzierung richtig beurteilen
Der höchste Verkaufspreis ist nicht automatisch das beste Ergebnis.
Entscheidend ist vielmehr der Nettoeffekt der gesamten Verkaufsentscheidung.
Berücksichtigen Sie beispielsweise:
- erwarteten Verkaufserlös
- Vermarktungskosten
- Provisionen
- Reparaturkosten vor dem Verkauf
- interne Arbeitszeit
- Besichtigungsaufwand
- Transportkosten
- Standkosten
- Wartungskosten bis zum Verkauf
- Zeit bis zum tatsächlichen Zahlungseingang
Erst diese Gesamtbetrachtung zeigt, welcher Verkaufsweg tatsächlich wirtschaftlich interessant ist.
Wann lohnt sich eine Eigenvermarktung?
Die Eigenvermarktung kann interessant sein, wenn das Unternehmen über ausreichend Zeit und personelle Ressourcen verfügt.
Sie bietet maximale Kontrolle über Preis, Präsentation und Kommunikation mit potenziellen Käufern.
Besonders bei wenigen, gut marktgängigen Maschinen kann dieser Weg sinnvoll sein.
Bei größeren Beständen sollte dagegen realistisch kalkuliert werden, wie viel interne Arbeitszeit die Vermarktung tatsächlich verursacht.
Wann kann ein Direktverkauf sinnvoller sein?
Ein Direktverkauf kann insbesondere dann interessant sein, wenn der Maschinenbestand schnell reduziert werden soll.
Der Verkäufer erhält einen Ansprechpartner und kann die weitere Abwicklung konzentriert organisieren.
Der mögliche Vorteil liegt damit weniger in einer theoretischen Maximierung des Einzelpreises als in einer einfacheren und planbareren Verwertung.
Wann kann eine Vermittlung sinnvoller sein?
Eine Vermittlung kann sich anbieten, wenn eine Maschine einen speziellen Käuferkreis besitzt oder eine gezielte Vermarktung sinnvoll erscheint.
Das gilt beispielsweise für spezielle Ausstattungen, bestimmte Maschinentypen oder Maschinen, die nicht ohne Weiteres über einen Standardkanal verkauft werden können.
Auch hier sollte die Entscheidung anhand der konkreten Maschine getroffen werden.
Maschinenbestand reduzieren: Ein sinnvoller Ablauf
Schritt 1: Bestand aufnehmen
Erstellen Sie eine Übersicht aller Maschinen, Baugeräte und Anbaugeräte.
Schritt 2: Bedarf prüfen
Entscheiden Sie, welche Maschinen tatsächlich noch benötigt werden.
Schritt 3: Verkaufsbestand definieren
Trennen Sie die Maschinen, die im Unternehmen bleiben, von den Maschinen, die verkauft werden sollen.
Schritt 4: Zustand dokumentieren
Erfassen Sie Baujahr, Betriebsstunden, Zustand, Ausstattung und bekannte Mängel.
Schritt 5: Fotos erstellen
Erstellen Sie aktuelle und aussagekräftige Fotos der Maschinen.
Schritt 6: Verkaufswege vergleichen
Prüfen Sie Direktankauf, Vermittlung, Eigenvermarktung, Paketverkauf und gegebenenfalls Auktion.
Schritt 7: Verkaufsstrategie festlegen
Nicht jede Maschine muss zwingend auf demselben Weg verkauft werden.
Schritt 8: Verkauf und Abholung koordinieren
Klären Sie Vertragsabwicklung, Zahlung, Transport und Übergabe.
Checkliste: Maschinenbestand reduzieren
- ☐ gesamten Maschinenbestand erfassen
- ☐ tatsächliche Auslastung prüfen
- ☐ selten genutzte Maschinen identifizieren
- ☐ doppelte beziehungsweise ähnliche Maschinen identifizieren
- ☐ ältere Maschinen prüfen
- ☐ Baugeräte berücksichtigen
- ☐ Anbaugeräte berücksichtigen
- ☐ Baujahr und Betriebsstunden dokumentieren
- ☐ technische Mängel erfassen
- ☐ Fotos erstellen
- ☐ vorhandene Unterlagen zusammentragen
- ☐ Eigentumsverhältnisse prüfen
- ☐ Direktankauf prüfen
- ☐ Vermittlung prüfen
- ☐ Eigenvermarktung kalkulieren
- ☐ Paketverkauf prüfen
- ☐ Auktion als Alternative prüfen
- ☐ Transport und Abholung berücksichtigen
- ☐ Nettoerlös und internen Aufwand vergleichen
Maschinenbestand reduzieren: Häufige Fehler
Nur auf den Verkaufspreis schauen
Ein vermeintlich höherer Verkaufspreis kann durch wochenlangen internen Aufwand, Reparaturen und zusätzliche Standzeiten relativiert werden.
Alle Maschinen gleich behandeln
Unterschiedliche Maschinen haben unterschiedliche Käufergruppen und Marktchancen. Deshalb sollte der Verkaufsweg individuell geprüft werden.
Den Zustand zu optimistisch darstellen
Transparente Angaben zu Zustand, Betriebsstunden und bekannten Mängeln schaffen eine bessere Grundlage für die Verkaufsabwicklung.
Anbaugeräte vergessen
Bei der Reduzierung eines Maschinenbestands sollten auch nicht mehr benötigte Anbaugeräte berücksichtigt werden.
Zu lange warten
Wenn bereits feststeht, dass eine Maschine künftig kaum noch eingesetzt wird, sollte zumindest frühzeitig geprüft werden, welche Verwertungsmöglichkeiten bestehen.
Was sollte ein Unternehmen für eine Verkaufsanfrage vorbereiten?
Für eine erste Einschätzung müssen nicht zwangsläufig sämtliche Unterlagen vollständig vorbereitet sein.
Hilfreich sind jedoch:
- Hersteller
- Modell
- Baujahr
- Betriebsstunden
- Seriennummer
- Standort
- technischer Zustand
- bekannte Mängel
- Ausstattung
- passende Anbaugeräte
- aktuelle Fotos
Bei mehreren Maschinen ist eine einfache Bestandsliste besonders praktisch.
Das BAUMASCHINENZENTRUM weist ebenfalls darauf hin, dass bei größeren Beständen eine einfache Maschinenliste mit Angaben wie Maschine, Hersteller, Modell, Baujahr, Betriebsstunden, Standort, Zustand und Zubehör hilfreich sein kann.
Maschinenbestand reduzieren mit dem BAUMASCHINENZENTRUM
Wenn Sie Ihren Maschinenbestand reduzieren möchten, können Sie Ihre Verkaufsmaschinen beim BAUMASCHINENZENTRUM anbieten.
Dabei muss es nicht um den Verkauf eines kompletten Maschinenparks gehen. Auch wenn lediglich einzelne Maschinen, mehrere Baumaschinen, Baugeräte oder Anbaugeräte aus dem Bestand ausscheiden sollen, kann die konkrete Verkaufssituation betrachtet werden.
Je nach Maschine und Situation kann ein Direktankauf infrage kommen. Alternativ kann eine Vermittlung an einen passenden Käufer interessant sein. Bei mehreren Maschinen kann außerdem geprüft werden, ob eine gemeinsame Betrachtung beziehungsweise ein Maschinenpaket sinnvoll ist.
Das Konzept des BAUMASCHINENZENTRUM ist dabei ausdrücklich nicht auf einen einzigen Verkaufsweg beschränkt. Ankauf, Verkauf und Vermittlung können miteinander kombiniert werden, sodass unterschiedliche Maschinen eines Bestands unterschiedlich behandelt werden können.
Welche Unternehmen können von einer Bestandsreduzierung profitieren?
Eine Reduzierung des Maschinenbestands kann für viele gewerbliche Unternehmen interessant sein.
Dazu gehören beispielsweise:
- Bauunternehmen
- Tiefbauunternehmen
- Straßenbauunternehmen
- Abbruchunternehmen
- Garten- und Landschaftsbauunternehmen
- Handwerksbetriebe
- Baumaschinenvermieter
- Recyclingunternehmen
- Unternehmen mit eigenem Fuhrpark
- gewerbliche Maschinenanbieter
Gerade bei Unternehmen mit einem über Jahre gewachsenen Fuhrpark kann eine regelmäßige Bestandsprüfung sinnvoll sein.
Maschinenbestand regelmäßig überprüfen statt nur einmalig reduzieren
Die Reduzierung des Maschinenbestands sollte nicht zwingend als einmaliges Projekt betrachtet werden.
Unternehmen können beispielsweise jährlich prüfen, welche Maschinen im vergangenen Zeitraum tatsächlich genutzt wurden.
Eine solche Analyse kann zeigen:
- welche Maschinen stark ausgelastet sind
- welche Maschinen selten eingesetzt werden
- welche Maschinen hohe Kosten verursachen
- welche Maschinen durch andere Maschinen ersetzt werden können
- welche Maschinen künftig nicht mehr benötigt werden
So kann der Fuhrpark langfristig besser an den tatsächlichen betrieblichen Bedarf angepasst werden.
Die richtige Verkaufsstrategie hängt vom Ziel des Unternehmens ab
Vor dem Verkauf sollten Sie deshalb zunächst definieren, welches Ziel Sie mit der Bestandsreduzierung verfolgen.
Geht es hauptsächlich um eine schnelle Reduzierung?
Soll möglichst wenig interner Aufwand entstehen?
Soll ein möglichst hoher Verkaufserlös erzielt werden?
Oder sollen bestimmte Spezialmaschinen gezielt an passende Käufer vermittelt werden?
Erst wenn diese Frage beantwortet ist, lässt sich der passende Verkaufsweg sinnvoll auswählen.
Direktankauf, Vermittlung, Eigenverkauf oder Auktion – ein Überblick
| Verkaufsweg | Besonders interessant bei | Aufwand für das Unternehmen |
|---|---|---|
| Direktankauf | schneller und unkomplizierter Verkauf | eher gering |
| Vermittlung | spezielle Maschinen und gezielte Käufersuche | gering bis mittel |
| Eigenvermarktung | wenige, gut marktgängige Maschinen | mittel bis hoch |
| Paketverkauf | mehrere zusammenpassende Maschinen | mittel |
| Auktion | breite Käufergruppe und marktbasierte Preisfindung | abhängig vom Anbieter |
| Kommissionsverkauf | professionelle Vermarktung bei weiterem Eigentum des Verkäufers | eher gering |
Die Tabelle dient als erste Orientierung. Welche Variante tatsächlich sinnvoll ist, hängt immer von Maschine, Bestand, Zustand, Markt und Verkaufsziel ab.
Fazit: Maschinenbestand reduzieren und den Fuhrpark sinnvoll aufstellen
Ein zu großer Maschinenbestand kann Kapital, Stellfläche und personelle Ressourcen binden. Gleichzeitig bedeutet eine Bestandsreduzierung nicht automatisch, dass ein Unternehmen seinen kompletten Maschinenpark verkaufen muss.
Häufig reicht es aus, gezielt die Maschinen auszusortieren, die nicht mehr ausreichend genutzt werden, durch modernere Modelle ersetzt wurden oder wirtschaftlich nicht mehr zum Unternehmen passen.
Für den Verkauf stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Dazu gehören Direktankauf, Vermittlung, Eigenvermarktung, Paketverkauf, Kommissionsverkauf und – je nach Situation – eine Auktion.
Der beste Verkaufsweg hängt dabei nicht ausschließlich vom möglichen Verkaufspreis ab. Auch Geschwindigkeit, interner Aufwand, Marktgängigkeit, Zustand, Anzahl der Maschinen und gewünschte Abwicklung müssen berücksichtigt werden.
Besonders bei mehreren Maschinen kann es sinnvoll sein, nicht jede Position nach demselben Schema zu verkaufen. Eine Kombination verschiedener Verkaufswege kann dazu beitragen, den Bestand strukturiert zu reduzieren.
Das BAUMASCHINENZENTRUM unterstützt Unternehmen bei genau solchen Situationen – vom Verkauf einzelner Baumaschinen und Baugeräte bis zur gemeinsamen Betrachtung größerer Maschinenbestände. Je nach konkreter Situation können Direktankauf, Vermittlung, Maschinenpakete oder eine umfassendere Bestandsverwertung geprüft werden.
Sie möchten Ihren Maschinenbestand reduzieren?
Dann beginnen Sie am besten mit einer einfachen Bestandsaufnahme. Welche Maschinen werden tatsächlich noch benötigt? Welche stehen überwiegend ungenutzt auf dem Betriebshof? Welche Maschinen wurden bereits durch neuere Modelle ersetzt? Und welche Baugeräte oder Anbaugeräte werden künftig ebenfalls nicht mehr benötigt?
Wenn Sie diese Maschinen identifiziert haben, können Sie die wichtigsten Daten und einige aktuelle Fotos zusammenstellen und Ihren Verkaufsbestand prüfen lassen.
Das BAUMASCHINENZENTRUM kann anschließend gemeinsam mit Ihnen betrachten, welcher Verkaufsweg für Ihre konkrete Situation infrage kommt – vom direkten Ankauf über die Vermittlung bis zur gemeinsamen Verwertung mehrerer Maschinen.
