Baugeräte verkaufen kann für Bauunternehmen, Handwerksbetriebe, Baugerätevermieter, Tiefbauunternehmen, GaLaBau-Betriebe und andere Unternehmen interessant werden, wenn Geräte nicht mehr benötigt werden, ersetzt werden sollen oder ungenutzt im Bestand stehen.
Dabei gibt es nicht nur einen einzigen Weg. Baugeräte können beispielsweise über ein eigenes Inserat, eine Gebrauchtmaschinenplattform, einen Händler, einen spezialisierten Ankäufer oder im Rahmen eines größeren Maschinenverkaufs angeboten werden.
Welche Möglichkeit am sinnvollsten ist, hängt unter anderem vom Gerätetyp, Alter, Zustand, Hersteller, vorhandenen Unterlagen, Verkaufszeitpunkt und gewünschten Aufwand ab.
Besonders bei gebrauchten Baugeräten ist außerdem wichtig, den tatsächlichen Zustand realistisch zu beschreiben. Das gilt für funktionsfähige Geräte ebenso wie für Baugeräte mit Verschleiß, Reparaturbedarf oder technischen Mängeln.
In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Möglichkeiten es gibt, gebrauchte Baugeräte zu verkaufen, worauf Sie bei der Vorbereitung achten sollten, welche Informationen für eine Bewertung wichtig sind und wann ein Direktverkauf eine interessante Alternative zum klassischen Inserat sein kann.
Welche Baugeräte können Sie verkaufen?
Der Begriff Baugeräte umfasst eine große Bandbreite unterschiedlicher Maschinen, Geräte und Ausrüstungen.
Dazu können beispielsweise Verdichtungsgeräte, Stromerzeuger, Kompressoren, Baupumpen, Trennschneider, Kernbohrgeräte, Betonmischer, Baustellenbeleuchtung, Bauaufzüge, Generatoren, Rüttelplatten, Stampfer oder weitere mobile Geräte gehören.
Auch Anbaugeräte und Zubehör können einen eigenständigen Verkaufswert besitzen.
Deshalb lohnt es sich, vor dem Verkauf zunächst den eigenen Bestand vollständig zu erfassen.
Baugeräte verkaufen: Einzelverkauf oder Komplettpaket?
Eine der ersten Entscheidungen betrifft die Frage, ob Sie einzelne Baugeräte oder mehrere Geräte gemeinsam verkaufen möchten.
Der Einzelverkauf kann interessant sein, wenn einzelne hochwertige Geräte besonders gefragt sind und Sie für jedes Gerät einen eigenen Käufer suchen möchten.
Ein Komplettverkauf kann dagegen den organisatorischen Aufwand reduzieren. Statt zahlreiche einzelne Inserate zu erstellen und verschiedene Interessenten zu betreuen, kann der vorhandene Bestand gemeinsam angeboten werden.
Welche Variante wirtschaftlich sinnvoller ist, hängt vom konkreten Bestand ab.
Baugeräte über ein eigenes Inserat verkaufen
Der klassische Weg besteht darin, das Baugerät selbst zu inserieren.
Dafür können Sie beispielsweise eine Gebrauchtmaschinenplattform oder einen spezialisierten Marktplatz nutzen.
Der Vorteil liegt darin, dass Sie selbst bestimmen, wie die Maschine präsentiert wird und mit welchen Preisvorstellungen Sie in den Verkaufsprozess starten.
Allerdings entsteht dadurch auch zusätzlicher Aufwand.
Sie müssen Fotos erstellen, technische Daten zusammentragen, das Inserat formulieren, Anfragen beantworten, Besichtigungen koordinieren und Preisverhandlungen führen.
Baugeräte verkaufen über eine Gebrauchtmaschinenplattform
Gebrauchtmaschinenplattformen bieten den Vorteil, dass dort bereits eine Zielgruppe nach gebrauchten Maschinen und Geräten sucht.
Für gefragte Baugeräte kann eine solche Plattform deshalb eine gute Möglichkeit sein, potenzielle Käufer zu erreichen.
Allerdings sollten Sie den Aufwand realistisch einschätzen. Ein Inserat allein bedeutet nicht automatisch einen schnellen Verkauf.
Je nach Gerät können zahlreiche Rückfragen, Preisverhandlungen und Besichtigungstermine entstehen.
Baugeräte direkt an einen Händler verkaufen
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, Baugeräte direkt an einen Händler zu verkaufen.
Der wesentliche Unterschied zum klassischen Inserat besteht darin, dass Sie nicht selbst den späteren Käufer suchen müssen.
Ein Händler kann das Gerät abhängig von seinem Geschäftsmodell selbst übernehmen oder für den weiteren Verkauf einplanen.
Für Unternehmen kann dieser Weg insbesondere dann interessant sein, wenn eine unkomplizierte Abwicklung wichtiger ist als die maximale Vermarktungsdauer.
Baugeräte an einen spezialisierten Ankäufer verkaufen
Auch der direkte Verkauf an einen spezialisierten Ankäufer kann eine Option sein.
Das kann besonders bei gebrauchten Baugeräten interessant sein, deren Wert stark vom Zustand, Alter, Hersteller und Einsatzbereich abhängt.
Für eine erste Einschätzung werden typischerweise möglichst genaue Angaben zum Gerät benötigt.
Dazu gehören beispielsweise Hersteller, Modell, Baujahr, Zustand, Betriebsstunden – sofern vorhanden –, technische Daten, Zubehör und Standort.
Baugeräte ohne Inserat verkaufen
Wenn Sie Baugeräte verkaufen möchten, müssen Sie nicht zwingend ein öffentliches Inserat erstellen.
Ein direkter Kontakt zu einem Händler oder spezialisierten Ankäufer kann eine Alternative sein.
Das kann insbesondere dann interessant sein, wenn Sie wenig Zeit für die Vermarktung haben oder das Gerät möglichst unkompliziert aus dem Bestand entfernen möchten.
Gerade Unternehmen mit mehreren Geräten können auf diese Weise zunächst den gesamten Bestand vorstellen und anschließend entscheiden, welche Maschinen oder Baugeräte verkauft werden sollen.
Gebrauchte Baugeräte verkaufen: Zustand realistisch einschätzen
Bei gebrauchten Baugeräten ist der Zustand einer der wichtigsten Faktoren für die Verkaufsentscheidung.
Dabei sollten Sie zwischen optischem Zustand und technischem Zustand unterscheiden.
Ein Baugerät kann deutliche Gebrauchsspuren aufweisen und technisch noch einsatzfähig sein. Umgekehrt kann ein äußerlich ordentliches Gerät technische Probleme besitzen.
Deshalb sollten beide Aspekte separat beschrieben werden.
Baugerät mit Gebrauchsspuren verkaufen
Gebrauchsspuren sind bei gebrauchten Baugeräten vollkommen normal.
Kratzer, Lackabplatzungen, Verschmutzungen oder leichte Korrosion müssen nicht automatisch dazu führen, dass ein Gerät unverkäuflich ist.
Wichtig ist eine realistische Beschreibung.
Wenn Sie Gebrauchsspuren auf den Fotos zeigen und im Text erwähnen, erhält ein potenzieller Käufer bereits vor einer Besichtigung ein besseres Bild vom Zustand.
Defekte Baugeräte verkaufen
Auch ein defektes Baugerät kann grundsätzlich noch einen Marktwert besitzen.
Interessant können beispielsweise Geräte für Reparatur, Ersatzteilgewinnung, Aufarbeitung oder Weiterverkauf sein.
Entscheidend ist deshalb nicht nur die Frage, ob ein Baugerät funktioniert.
Viel wichtiger ist eine möglichst genaue Beschreibung des Defekts.
Wenn die konkrete Ursache nicht bekannt ist, sollten Sie keine technische Diagnose vermuten. Beschreiben Sie stattdessen, was tatsächlich beobachtet wurde.
Baugeräte mit Reparaturbedarf verkaufen
Bei einem Baugerät mit Reparaturbedarf stellt sich häufig die Frage, ob vor dem Verkauf noch Geld investiert werden sollte.
Eine Reparatur kann den Verkaufspreis erhöhen, verursacht aber gleichzeitig Kosten und bindet Zeit.
Vor einer größeren Reparatur sollten deshalb die voraussichtlichen Kosten und der mögliche zusätzliche Verkaufserlös miteinander verglichen werden.
Ist der Reparaturumfang schwer kalkulierbar, kann ein Verkauf im aktuellen Zustand eine interessante Alternative sein.
Wartungszustand beim Verkauf von Baugeräten
Vorhandene Wartungs- und Reparaturunterlagen können die Bewertung eines gebrauchten Baugeräts erleichtern.
Das gilt insbesondere dann, wenn ein Gerät über längere Zeit professionell eingesetzt wurde.
Sammeln Sie deshalb vorhandene Wartungsberichte, Reparaturrechnungen und sonstige technische Dokumentationen.
Auch wenn die Unterlagen nicht vollständig sind, sollten die vorhandenen Dokumente weitergegeben beziehungsweise für die Anfrage bereitgehalten werden.
Prüfungen und Dokumentation beim Verkauf
Je nach Art des Baugeräts können Prüfungen und entsprechende Nachweise relevant sein.
Die DGUV weist darauf hin, dass Art, Umfang und Fristen erforderlicher Prüfungen von Arbeitsmitteln unter anderem anhand der Gefährdungsbeurteilung und der jeweiligen Einsatzbedingungen festzulegen sind. Für verschiedene Maschinen und Geräte im Bauwesen existieren eigene Prüfgrundsätze.
Wenn Prüfprotokolle oder andere Nachweise vorhanden sind, sollten Sie diese beim Verkauf bereithalten.
Wichtig ist dabei, vorhandene Dokumente korrekt einzuordnen und keine Aussage über einen aktuellen sicheren Zustand zu treffen, die Sie nicht belegen können.
Welche Informationen sind beim Verkauf von Baugeräten wichtig?
Je vollständiger die Angaben sind, desto besser kann ein potenzieller Käufer das Baugerät einschätzen.
Zu den wichtigsten Informationen gehören:
- Hersteller
- Modell
- Typ
- Baujahr
- Seriennummer beziehungsweise Fabriknummer
- Betriebsstunden, sofern vorhanden
- technische Daten
- Antriebsart
- Leistung
- Abmessungen
- Gewicht
- Zustand
- bekannte Mängel
- Reparaturbedarf
- Wartungshistorie
- vorhandene Prüfunterlagen
- Zubehör
- Standort
- Transportmöglichkeiten
Typenschild fotografieren
Ein Foto des Typenschilds ist bei vielen Baugeräten besonders hilfreich.
Das Typenschild kann wichtige Angaben zur Identifikation des Geräts enthalten.
Fotografieren Sie es möglichst scharf und vollständig.
Falls zusätzliche Seriennummern oder Identifikationsnummern an anderen Stellen des Geräts vorhanden sind, können auch diese fotografiert werden.
Gute Fotos beschleunigen die erste Einschätzung
Für eine Verkaufsanfrage benötigen Sie in vielen Fällen keine professionellen Studioaufnahmen.
Aktuelle Smartphone-Fotos können bereits sehr hilfreich sein.
Fotografieren Sie das Baugerät möglichst aus mehreren Perspektiven.
Zusätzlich sollten Sie Detailaufnahmen von Typenschild, Betriebsstundenzähler, Motor, Bedienelementen, Verschleißstellen und bekannten Schäden erstellen.
Baugeräte richtig fotografieren
Eine sinnvolle Foto-Dokumentation besteht aus einer Kombination aus Gesamtaufnahmen und Detailaufnahmen.
Empfehlenswert sind unter anderem:
- Vorderseite
- Rückseite
- beide Seiten
- Bedienbereich
- Motor oder Antrieb
- Typenschild
- Betriebsstundenzähler
- Arbeitsbereich
- Verschleißstellen
- Beschädigungen
- zusätzliches Zubehör
Bei defekten Geräten sollten Sie den Schaden ebenfalls fotografieren.
Baugeräte mit Zubehör verkaufen
Zubehör kann den Verkauf eines Baugeräts interessanter machen.
Je nach Gerät können beispielsweise zusätzliche Werkzeuge, Kabel, Ladegeräte, Adapter, Transportvorrichtungen, Schutzhauben oder andere Komponenten dazugehören.
Listen Sie das vorhandene Zubehör möglichst konkret auf.
Wenn Zubehör separat verkauft werden soll, sollte dies ebenfalls eindeutig angegeben werden.
Baugeräte und Anbaugeräte verkaufen
Neben klassischen Baugeräten können auch Anbaugeräte Bestandteil eines Verkaufs sein.
Dazu können beispielsweise Schaufeln, Greifer, Hydraulikhämmer, Erdbohrer, Verdichterplatten oder andere Anbauwerkzeuge gehören.
Bei Anbaugeräten sind insbesondere Kompatibilität, Aufnahme, Abmessungen und technischer Zustand interessant.
Die DGUV weist bei auswechselbaren Ausrüstungen ebenfalls auf wiederkehrende Prüfungen und die Bedeutung eines sicheren Arbeitsmittels hin.
Alte Baugeräte verkaufen
Auch ältere Baugeräte können noch interessant sein.
Ein hohes Alter bedeutet nicht automatisch, dass kein Käufer mehr gefunden werden kann.
Entscheidend können unter anderem der Hersteller, die Ersatzteilsituation, die technische Funktion, der allgemeine Zustand und die Nachfrage nach dem jeweiligen Gerät sein.
Bei älteren Baugeräten sollte besonders auf eine realistische Zustandsbeschreibung geachtet werden.
Baugeräte mit vielen Betriebsstunden verkaufen
Bei Baugeräten mit Betriebsstundenzähler sollten die Betriebsstunden transparent angegeben werden.
Eine hohe Betriebsstundenzahl allein sagt jedoch noch nicht alles über den Wert aus.
Wartung, Einsatzbedingungen, Reparaturen und aktueller technischer Zustand sollten ebenfalls berücksichtigt werden.
Wenn der Betriebsstundenzähler nicht mehr zuverlässig den tatsächlichen Gesamtstundenstand wiedergibt, sollte diese Unsicherheit ebenfalls angegeben werden.
Baugeräte aus einem Mietpark verkaufen
Vermietunternehmen stehen regelmäßig vor der Aufgabe, ältere oder stark genutzte Geräte aus dem Mietbestand zu verkaufen.
Hier können mehrere Faktoren gleichzeitig relevant sein: Betriebsstunden, Wartung, Mietnutzung, Reparaturhistorie und allgemeiner Zustand.
Bei mehreren Geräten lohnt sich deshalb eine strukturierte Bestandsübersicht.
Kompletten Baugerätebestand verkaufen
Wenn ein Unternehmen seinen Baugerätebestand reduzieren oder vollständig auflösen möchte, muss nicht jedes Gerät einzeln vermarktet werden.
Ein kompletter Bestand kann gemeinsam vorgestellt werden.
Dafür empfiehlt sich eine Liste mit Hersteller, Modell, Baujahr, Zustand, Betriebsstunden und Standort für jedes einzelne Gerät.
Fotos können anschließend den Zustand der einzelnen Positionen dokumentieren.
Warum ein Bestandsverkauf Zeit sparen kann
Der Einzelverkauf von vielen Baugeräten kann schnell zu einem erheblichen organisatorischen Aufwand werden.
Für jedes Gerät müssen Inserate erstellt, Anfragen beantwortet und Termine organisiert werden.
Bei einem größeren Bestand kann es deshalb sinnvoll sein, zunächst eine gemeinsame Anfrage zu stellen.
Ob anschließend ein Komplettverkauf oder eine Aufteilung in einzelne Positionen erfolgt, kann anhand des konkreten Bestands entschieden werden.
Baugeräte verkaufen: Transport berücksichtigen
Auch der Transport sollte frühzeitig berücksichtigt werden.
Gewicht, Abmessungen, Standort und Zustand des Baugeräts können für die spätere Abholung relevant sein.
Bei nicht fahrbereiten oder nicht selbstständig transportierbaren Geräten sollte dies bereits bei der Anfrage angegeben werden.
Dadurch kann die weitere Abwicklung besser vorbereitet werden.
Was ist mein gebrauchtes Baugerät wert?
Eine pauschale Bewertung anhand des ursprünglichen Kaufpreises ist bei gebrauchten Baugeräten nur eingeschränkt sinnvoll.
Der aktuelle Wert hängt unter anderem von Alter, Hersteller, Modell, Zustand, technischer Funktion, Ausstattung und Nachfrage ab.
Auch die Frage, ob ein Gerät direkt verkauft, vermittelt oder über ein Inserat angeboten wird, kann die wirtschaftliche Betrachtung beeinflussen.
Eine realistische Bewertung sollte deshalb immer auf den konkreten Gerätedaten basieren.
Baugeräte verkaufen: Marktwert und Wunschpreis unterscheiden
Beim Verkauf sollten Sie zwischen Ihrem persönlichen Wunschpreis und einem realistisch erzielbaren Marktpreis unterscheiden.
Der ursprüngliche Anschaffungspreis ist dabei nicht automatisch ein Maßstab für den heutigen Wert.
Ebenso wenig bedeutet ein hoher Angebotspreis auf einer Verkaufsplattform automatisch, dass dieser Preis tatsächlich erzielt wird.
Für eine realistische Einschätzung sollten vergleichbare Geräte, Zustand und aktuelle Nachfrage betrachtet werden.
Welche Verkaufsart passt zu welchem Baugerät?
Hochwertiges und gut erhaltenes Baugerät: Ein eigenes Inserat kann interessant sein, wenn ausreichend Zeit für die Vermarktung vorhanden ist.
Standardgerät mit hoher Nachfrage: Hier können Gebrauchtmaschinenplattformen eine geeignete Möglichkeit sein.
Älteres Baugerät: Ein direkter Kontakt zu einem spezialisierten Händler oder Ankäufer kann eine Alternative sein.
Defektes Baugerät: Ein Verkauf im aktuellen Zustand kann wirtschaftlich sinnvoller sein als eine umfangreiche Reparatur.
Viele Baugeräte gleichzeitig: Ein Bestandsverkauf kann den organisatorischen Aufwand reduzieren.
Die häufigsten Fehler beim Verkauf von Baugeräten
Zu wenige Informationen: Eine Beschreibung wie „Baugerät zu verkaufen“ reicht für eine seriöse Bewertung meist nicht aus.
Keine aktuellen Fotos: Ohne Bilder ist eine erste Einschätzung häufig schwieriger.
Mängel verschweigen: Bekannte Schäden und technische Einschränkungen sollten offen angegeben werden.
Unrealistische Preisvorstellung: Der ursprüngliche Kaufpreis ist nicht automatisch der heutige Marktwert.
Reparatur ohne Wirtschaftlichkeitsprüfung: Vor einer größeren Investition sollte geprüft werden, ob sich diese beim Verkauf tatsächlich auszahlt.
Einzelverkauf trotz großem Bestand: Bei vielen Geräten kann eine gemeinsame Anfrage deutlich weniger Aufwand verursachen.
Checkliste: Baugeräte für den Verkauf vorbereiten
Mit dieser Checkliste können Sie den Verkaufsprozess vorbereiten:
- Hersteller notieren
- Modell und Typ erfassen
- Baujahr feststellen
- Seriennummer fotografieren
- Betriebsstunden ablesen
- technische Daten zusammentragen
- Zubehör auflisten
- aktuellen Zustand beschreiben
- bekannte Mängel dokumentieren
- Reparaturbedarf angeben
- Wartungsunterlagen zusammensuchen
- vorhandene Prüfunterlagen bereithalten
- aktuelle Fotos erstellen
- Standort angeben
- Transportmöglichkeiten prüfen
Baugeräte verkaufen mit möglichst wenig Aufwand
Wenn Sie den organisatorischen Aufwand gering halten möchten, sollten Sie zunächst alle relevanten Informationen zusammentragen und anschließend einen passenden Verkaufsweg auswählen.
Ein Direktverkauf kann dabei eine interessante Alternative zum klassischen Inserat sein.
Sie müssen dann nicht zwangsläufig selbst eine Anzeige erstellen, über längere Zeit Interessenten betreuen und zahlreiche Besichtigungen organisieren.
Gerade für Unternehmen, bei denen Maschinen und Baugeräte nicht zum Kerngeschäft gehören, kann eine unkomplizierte Abwicklung einen erheblichen praktischen Vorteil darstellen.
Baugeräte direkt dem BAUMASCHINENZENTRUM anbieten
Wenn Sie gebrauchte Baugeräte verkaufen möchten, können Sie diese dem BAUMASCHINENZENTRUM zur Prüfung anbieten.
Für eine erste Einschätzung sind insbesondere Hersteller, Modell, Baujahr, Zustand, technische Daten, vorhandenes Zubehör und Standort interessant.
Aktuelle Fotos des Baugeräts sowie Bilder von Typenschild, Betriebsstundenzähler und bekannten Mängeln können die erste Einordnung erleichtern.
Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie ein einzelnes Baugerät oder mehrere Positionen aus Ihrem Bestand verkaufen möchten.
Auch ältere, stark gebrauchte oder reparaturbedürftige Baugeräte können grundsätzlich angeboten werden. Entscheidend ist der konkrete Zustand des jeweiligen Geräts.
Sie möchten gebrauchte Baugeräte verkaufen?
Dann beginnen Sie mit einer einfachen Bestandsaufnahme. Notieren Sie Hersteller, Modell, Baujahr, technische Daten und Zustand.
Fotografieren Sie anschließend die Geräte aus mehreren Perspektiven und erstellen Sie Detailaufnahmen von Typenschild, Betriebsstundenzähler, Bedienelementen und möglichen Schäden.
Sammeln Sie vorhandene Wartungs-, Reparatur- und Prüfunterlagen und geben Sie bekannte Mängel offen an.
Anschließend können Sie entscheiden, ob Sie den Verkauf selbst über ein Inserat organisieren oder einen direkten Verkauf an einen Händler beziehungsweise spezialisierten Ankäufer bevorzugen.
Wenn mehrere Baugeräte vorhanden sind, lohnt es sich außerdem zu prüfen, ob ein gemeinsamer Verkauf des Bestands die bessere Lösung darstellt.
Fazit: Baugeräte verkaufen – die passende Möglichkeit hängt vom Bestand ab
Baugeräte verkaufen kann auf unterschiedliche Weise erfolgen. Neben dem klassischen Inserat stehen Gebrauchtmaschinenplattformen, Händler, spezialisierte Ankäufer und der Verkauf kompletter Bestände zur Verfügung.
Welche Variante sinnvoll ist, hängt vom jeweiligen Baugerät und Ihren persönlichen Prioritäten ab.
Wenn Sie möglichst viel Kontrolle über den Verkaufspreis und die Vermarktung behalten möchten, kann ein eigenes Inserat interessant sein. Wenn dagegen eine unkomplizierte und möglichst wenig aufwendige Abwicklung im Vordergrund steht, kann ein Direktverkauf eine Alternative darstellen.
Bei alten, defekten oder reparaturbedürftigen Baugeräten sollten Sie nicht vorschnell davon ausgehen, dass eine Maschine keinen Wert mehr besitzt. Auch solche Geräte können für Reparatur, Aufarbeitung, Ersatzteilgewinnung oder eine weitere Nutzung interessant sein.
Besonders wichtig ist in jedem Fall eine transparente Dokumentation. Hersteller, Modell, Baujahr, Zustand, technische Daten, Betriebsstunden, Zubehör, vorhandene Unterlagen und aktuelle Fotos bilden eine gute Grundlage für eine realistische Einschätzung.
Die DGUV betont bei Arbeitsmitteln die Bedeutung einer angemessenen Prüfung und Dokumentation entsprechend den jeweiligen Gefährdungen und Einsatzbedingungen. Vorhandene Prüfunterlagen sollten deshalb beim Verkauf nicht einfach beiseitegelegt werden.
Wer Baugeräte verkaufen möchte, sollte deshalb nicht nur nach dem höchsten theoretischen Verkaufspreis fragen. Entscheidend ist die Kombination aus realistischem Wert, Aufwand, Verkaufsdauer, Zustand des Geräts und dem passenden Käufer.
Für Unternehmen mit mehreren Baugeräten kann insbesondere ein strukturierter Bestandsverkauf interessant sein. Statt jedes Gerät einzeln zu vermarkten, lässt sich der komplette Bestand zunächst erfassen und anschließend gezielt einer passenden Verkaufsstrategie zuführen.
