Eine gebrauchte Baumaschine muss nicht technisch perfekt sein, um noch einen Käufer zu finden. Verschleiß, technische Defekte, Reparaturbedarf oder optische Mängel gehören bei vielen gebrauchten Baumaschinen zum normalen Marktgeschehen. Entscheidend ist deshalb nicht ausschließlich, ob eine Baumaschine Mängel hat, sondern welche Mängel vorliegen, wie sie sich auf die Nutzung auswirken und wie transparent der Verkäufer damit umgeht.
Wer einen Bagger, Radlader, Minibagger, Dumper, Teleskoplader, Walze, Kran oder eine andere gebrauchte Baumaschine mit Mängeln verkaufen möchte, sollte den Zustand möglichst realistisch einschätzen. Ein bekannter Defekt ist kein Grund, die Maschine grundsätzlich abzuschreiben. Je nach Modell, Baujahr, Betriebsstunden, Ausstattung, Nachfrage und technischem Zustand kann auch eine reparaturbedürftige Baumaschine noch einen interessanten Marktwert besitzen.
Gerade beim Verkauf einer Baumaschine mit Mängeln kommt es daher auf eine strukturierte Vorgehensweise an. Wer bekannte Probleme verschweigt, unklare Angaben macht oder lediglich den optischen Eindruck der Maschine beschreibt, riskiert spätere Diskussionen. Wer dagegen offen dokumentiert, was funktioniert, was verschlissen ist und welche Reparaturen erforderlich sind, schafft eine wesentlich bessere Grundlage für eine seriöse Kaufentscheidung.
Was bedeutet überhaupt „Baumaschine mit Mängeln“?
Der Begriff „Mangel“ wird im Alltag häufig sehr weit verwendet. Bei einer gebrauchten Baumaschine sollte deshalb zunächst zwischen normalem Verschleiß, Gebrauchsspuren, Reparaturbedarf und einem konkreten technischen Defekt unterschieden werden.
Eine Maschine mit vielen Betriebsstunden kann beispielsweise deutliche Gebrauchsspuren aufweisen, ohne dass deshalb automatisch ein gravierender technischer Mangel vorliegt. Umgekehrt kann eine optisch gepflegte Maschine ein erhebliches technisches Problem haben.
Typische Probleme, die beim Verkauf einer gebrauchten Baumaschine relevant sein können, sind beispielsweise:
- Hydraulikverluste oder undichte Hydraulikleitungen
- Motorprobleme oder erhöhter Ölverbrauch
- Probleme mit Getriebe oder Antrieb
- Verschleiß an Laufwerk, Reifen oder Ketten
- Spiel an Ausleger, Stiel oder Gelenkpunkten
- Schäden an Anbaugeräten
- elektrische oder elektronische Fehler
- Defekte an Beleuchtung oder Instrumenten
- Risse oder Reparaturschweißungen
- Probleme beim Starten
- Funktionsstörungen einzelner Arbeitshydrauliken
- Unfallschäden
- Korrosion oder starke optische Gebrauchsspuren
Eine professionelle Zustandsbewertung betrachtet deshalb nicht nur einen einzelnen Defekt. Auch Betriebsstunden, Baujahr, Wartung, Einsatzbedingungen, Ausstattung und die allgemeine technische Substanz spielen eine Rolle. Zustandsberichte und Wertermittlungen werden beispielsweise auch von unabhängigen Sachverständigen eingesetzt, um den technischen Zustand und Wert gebrauchter Baumaschinen objektiver einzuschätzen.
Welche Mängel sollte man beim Verkauf einer Baumaschine angeben?
Grundsätzlich gilt: Je besser ein potenzieller Käufer den tatsächlichen Zustand der Maschine einschätzen kann, desto belastbarer ist die Verkaufsentscheidung. Deshalb sollten bekannte relevante Probleme nicht einfach weggelassen werden.
Sinnvoll ist eine möglichst konkrete Beschreibung. Statt lediglich „Maschine hat Mängel“ zu schreiben, sollte beispielsweise erläutert werden, ob eine Hydraulikleitung undicht ist, der Motor schlecht startet, ein Anbaugerät beschädigt ist oder das Laufwerk starken Verschleiß aufweist.
Auch Angaben wie „Maschine startet“, „Motor läuft“, „Hydraulik funktioniert teilweise“ oder „Maschine derzeit nicht einsatzbereit“ können für die erste Einschätzung wesentlich hilfreicher sein als eine pauschale Zustandsangabe.
Dabei sollte zwischen bekannten Tatsachen und Vermutungen unterschieden werden. Wenn beispielsweise nicht bekannt ist, warum ein Motor ungewöhnliche Geräusche macht, sollte nicht ohne technische Prüfung behauptet werden, dass lediglich ein bestimmtes Bauteil ausgetauscht werden müsse.
Warum Transparenz beim Verkauf einer Baumaschine mit Mängeln so wichtig ist
Ein Käufer einer gebrauchten Baumaschine möchte in erster Linie wissen, worauf er sich einlässt. Gerade bei älteren oder stark beanspruchten Maschinen ist es normal, dass nicht jedes Bauteil dem Zustand einer Neumaschine entspricht.
Entscheidend ist deshalb häufig weniger die Frage, ob überhaupt Verschleiß oder Reparaturbedarf vorhanden ist, sondern ob der Käufer diesen Zustand vor seiner Entscheidung realistisch beurteilen kann.
Eine transparente Beschreibung kann sogar ein Vorteil sein. Ein Käufer, der genau weiß, dass beispielsweise eine Reparatur an der Hydraulik erforderlich ist, kann diesen Aufwand in seine Kalkulation einbeziehen. Dadurch entsteht eine andere Ausgangssituation als bei einer Maschine, deren Zustand zunächst besser dargestellt wird, als er tatsächlich ist.
Auch aus rechtlicher Sicht sollte mit bekannten Mängeln sorgfältig umgegangen werden. Bei einem Verkauf können die konkreten Vereinbarungen zur Beschaffenheit der Maschine relevant sein. Das Bundesportal weist darauf hin, dass die vereinbarte Beschaffenheit einer Ware für die Frage eines Sachmangels eine zentrale Rolle spielt.
Baumaschine mit Mängeln verkaufen: Reparieren oder direkt verkaufen?
Eine der wichtigsten Fragen lautet: Soll die Maschine vor dem Verkauf repariert werden?
Darauf gibt es keine pauschale Antwort. Eine Reparatur kann den Verkaufswert erhöhen, muss aber nicht automatisch wirtschaftlich sinnvoll sein.
Entscheidend ist das Verhältnis zwischen:
- voraussichtlichen Reparaturkosten
- möglichem Wertzuwachs
- Verkaufswahrscheinlichkeit
- Standzeit bis zum Verkauf
- Aufwand für Organisation und Reparatur
- technischem Risiko weiterer Reparaturen
Bei einer älteren Baumaschine kann beispielsweise eine umfangreiche Motor- oder Getriebereparatur einen erheblichen Betrag kosten. Ob sich diese Investition vor dem Verkauf lohnt, hängt stark vom tatsächlichen Marktwert der Maschine ab.
Deshalb sollte man nicht automatisch nach dem Prinzip handeln: „Erst reparieren, dann verkaufen.“ In manchen Fällen kann es wirtschaftlich sinnvoller sein, die Maschine im vorhandenen Zustand transparent anzubieten.
Wann kann sich eine Reparatur vor dem Verkauf lohnen?
Eine Reparatur kann insbesondere dann interessant sein, wenn es sich um einen überschaubaren Defekt handelt, der die Verkaufsfähigkeit der Maschine deutlich verbessert.
Beispiele können sein:
- eine defekte Batterie
- kleinere Undichtigkeiten
- defekte Beleuchtung
- fehlende oder beschädigte Kleinteile
- ein überschaubarer hydraulischer Defekt
- ein leicht behebbarer elektrischer Fehler
Bei größeren Reparaturen sollte dagegen genauer gerechnet werden. Wenn eine Maschine beispielsweise einen erheblichen Motorschaden aufweist, kann es sinnvoller sein, sie als reparaturbedürftige Maschine zu verkaufen, statt vorab einen hohen Betrag zu investieren.
Wann ist der Verkauf im vorhandenen Zustand sinnvoll?
Der Verkauf im vorhandenen Zustand kann insbesondere bei älteren Maschinen, größeren Reparaturrisiken oder schwer kalkulierbaren Defekten sinnvoll sein.
Das gilt beispielsweise für Maschinen mit:
- Motorschaden
- Getriebeschaden
- größerem Hydraulikproblem
- stark verschlissenem Laufwerk
- Unfallschaden
- umfangreichem Reparaturbedarf
- unklarem technischen Zustand
- sehr hohen Betriebsstunden
Der Vorteil: Der Verkäufer muss nicht zunächst Zeit und Kapital in eine Reparatur investieren, deren wirtschaftlicher Nutzen unsicher ist.
Für bestimmte Käufergruppen kann eine solche Maschine trotzdem interessant sein. Werkstätten, Händler, Exporteure, Aufbereiter oder technisch versierte Unternehmen können Reparaturbedarf anders bewerten als ein Unternehmen, das eine sofort einsatzbereite Maschine benötigt.
Wie beeinflussen Mängel den Verkaufspreis einer Baumaschine?
Ein Mangel bedeutet nicht automatisch, dass eine Baumaschine wertlos ist. Der Einfluss auf den Verkaufspreis hängt vielmehr von der Art und Schwere des Problems ab.
Besonders relevant sind beispielsweise:
- Art des Defekts
- voraussichtliche Reparaturkosten
- Restnutzbarkeit der Maschine
- Baujahr
- Betriebsstunden
- Hersteller und Modell
- technischer Gesamtzustand
- Ausstattung
- vorhandene Anbaugeräte
- Nachfrage nach dem konkreten Modell
- Ersatzteilversorgung
- Standort
- Transportaufwand
Ein kleiner optischer Schaden hat beispielsweise eine andere wirtschaftliche Bedeutung als ein defekter Motor. Ebenso kann ein stark verschlissenes Laufwerk bei einem Raupenbagger anders bewertet werden als ein defektes Anbaugerät.
Reparaturkosten sind nicht automatisch gleich Wertminderung
Ein häufiger Denkfehler beim Verkauf einer defekten Baumaschine ist die einfache Rechnung: „Die Reparatur kostet 10.000 Euro, also ist die Maschine 10.000 Euro weniger wert.“
In der Praxis ist die Bewertung komplexer.
Ein professioneller Käufer berücksichtigt nicht nur die Rechnung einer möglichen Reparatur. Auch sein eigenes Risiko, die benötigte Arbeitszeit, Ersatzteilpreise, Transport, Standzeiten und mögliche weitere Defekte können eine Rolle spielen.
Umgekehrt kann ein Käufer mit eigener Werkstatt oder guten Einkaufskonditionen Reparaturen möglicherweise günstiger durchführen als der bisherige Eigentümer.
Deshalb sollte der Verkäufer den Marktwert nicht allein aus einem Kostenvoranschlag ableiten.
Baumaschine mit Mängeln: Welche Informationen sollte man vorbereiten?
Je vollständiger die Informationen zur Maschine sind, desto einfacher wird die erste Einschätzung.
Besonders hilfreich sind:
- Hersteller
- Modell beziehungsweise Typ
- Baujahr
- Betriebsstunden
- Seriennummer oder Fahrgestellnummer, soweit vorhanden
- Motorisierung
- Gewicht
- Abmessungen
- Ausstattung
- vorhandene Anbaugeräte
- Standort
- Wartungsinformationen
- Reparaturhistorie
- bekannte Mängel
- aktuelle Funktionsfähigkeit
- Informationen zu Schäden oder Unfällen
- vorhandene Dokumentation
Auch beim Verkauf über einen spezialisierten Ankaufspartner sind solche Angaben wertvoll. Das BAUMASCHINENZENTRUM weist beispielsweise darauf hin, dass Hersteller, Modell, Baujahr, Betriebsstunden, Zustand, Ausstattung, Anbaugeräte, Standort und Fotos für die erste Einschätzung einer gebrauchten Baumaschine besonders hilfreich sind.
Fotos sind bei einer Baumaschine mit Mängeln besonders wichtig
Bei einer Maschine mit Mängeln sollten Fotos nicht nur die Maschine von ihrer besten Seite zeigen. Viel wichtiger ist eine möglichst realistische Dokumentation.
Sinnvoll sind beispielsweise:
- Gesamtaufnahmen von allen Seiten
- Foto des Typenschilds
- Foto des Betriebsstundenzählers
- Motorraum
- Fahrwerk oder Reifen
- Hydraulikkomponenten
- Fahrerhaus beziehungsweise Kabine
- Anbaugeräte
- bekannte Schadstellen
- Undichtigkeiten
- Risse
- Beschädigungen
- Verschleißstellen
Gerade bei einem Defekt sollten die entsprechenden Stellen möglichst deutlich fotografiert werden. Gute Fotos ersetzen zwar keine technische Prüfung, ermöglichen aber eine wesentlich bessere erste Einschätzung.
Sollte man eine defekte Baumaschine im Inserat ausdrücklich als defekt bezeichnen?
Wenn ein erheblicher Defekt bekannt ist, sollte dieser nicht durch eine möglichst positive Formulierung verschleiert werden.
Eine sachliche Beschreibung ist in der Regel besser als Marketingformulierungen, die einen falschen Eindruck vermitteln könnten.
Statt „Top-Zustand“ bei einer Maschine mit bekanntem Motorschaden wäre beispielsweise eine konkrete Zustandsbeschreibung sinnvoll: „Motor startet nicht – Ursache derzeit nicht abschließend geprüft.“
Damit erhält ein Interessent eine klare Information und kann selbst entscheiden, ob die Maschine für ihn interessant ist.
Baumaschine mit Mängeln über einen Händler verkaufen
Ein möglicher Verkaufsweg ist der direkte Verkauf an einen spezialisierten Händler oder professionellen Ankäufer.
Der wesentliche Vorteil liegt darin, dass der Verkäufer nicht selbst eine große Zahl potenzieller Käufer erreichen und jede Anfrage einzeln bearbeiten muss.
Gerade bei einer Maschine mit Mängeln kann ein Fachhändler den Zustand anders einordnen als ein privater Interessent. Entscheidend ist dabei nicht nur die Frage, ob die Maschine sofort einsatzbereit ist. Auch Ersatzteilbeschaffung, Reparaturmöglichkeiten, Weiterverkauf, Export und die Nachfrage nach bestimmten Maschinen können bei der Bewertung eine Rolle spielen.
Das kann insbesondere dann interessant sein, wenn eine Maschine zwar einen Defekt aufweist, aber grundsätzlich noch einen verwertbaren Marktwert besitzt.
Baumaschine mit Mängeln selbst inserieren
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Maschine selbst auf einem Online-Marktplatz oder über andere Verkaufskanäle anzubieten.
Damit kann der Verkäufer grundsätzlich eine große Zahl potenzieller Interessenten erreichen. Gleichzeitig entsteht allerdings zusätzlicher Aufwand.
Dazu gehören:
- Erstellung des Inserats
- Zusammenstellung technischer Daten
- Aufnahme und Bearbeitung von Fotos
- Beantwortung von Anfragen
- Telefonate
- Verhandlungen
- Organisation von Besichtigungen
- Abstimmung eines Probelaufs
- Klärung des Transports
- Abwicklung der Zahlung
- Erstellung und Prüfung des Kaufvertrags
Bei einer Maschine mit erheblichem Reparaturbedarf können außerdem viele Anfragen entstehen, die letztlich nicht zu einem Verkauf führen.
Baumaschine mit Mängeln über eine Vermittlung verkaufen
Eine weitere Möglichkeit ist die Vermittlung. Dabei bleibt die Maschine grundsätzlich beim Eigentümer, während ein professioneller Partner bei Vermarktung und Käuferansprache unterstützt.
Dieser Weg kann interessant sein, wenn der Verkäufer nicht selbst die gesamte Vermarktung übernehmen möchte, gleichzeitig aber einen bestimmten Käuferkreis erreichen will.
Allerdings sollte vorab genau geklärt werden, wie die Vermittlung funktioniert, welche Leistungen enthalten sind, wer Besichtigungen organisiert und welche Kosten beziehungsweise Provisionen entstehen.
Direktverkauf, Inserat oder Vermittlung: Was passt bei einer Maschine mit Mängeln?
Die passende Verkaufsform hängt stark von der individuellen Situation ab.
| Verkaufsweg | Vorteil | Möglicher Nachteil |
|---|---|---|
| Direktverkauf an Händler | Weniger eigener Vermarktungsaufwand | Preisangebot kann unter einem möglichen Endkundenpreis liegen |
| Selbst inserieren | Direkter Zugang zu potenziellen Käufern | Hoher Zeit- und Kommunikationsaufwand |
| Vermittlung | Professionelle Unterstützung bei der Vermarktung | Vermittlungsbedingungen und mögliche Kosten beachten |
Was sollte man bei einer Baumaschine mit Mängeln nicht tun?
Einige Fehler können den Verkauf unnötig erschweren oder später zu Problemen führen.
Bekannte Defekte verschweigen: Ein erheblicher bekannter Mangel sollte nicht einfach unterschlagen werden. Gerade die tatsächliche Beschaffenheit der Maschine und die getroffenen Vereinbarungen können für die rechtliche Bewertung relevant sein.
Unrealistische Reparaturversprechen abgeben: Wenn die Ursache eines Problems nicht eindeutig festgestellt wurde, sollte keine unbelegte Aussage über die Reparaturkosten oder die genaue Ursache gemacht werden.
Nur schöne Fotos verwenden: Bei einer Maschine mit sichtbaren Schäden ist es sinnvoll, diese ebenfalls zu dokumentieren.
Den Preis ausschließlich nach dem Wunschwert festlegen: Der Markt entscheidet nicht danach, wie viel die Maschine ursprünglich gekostet hat. Entscheidend sind unter anderem aktueller Zustand, Nachfrage, Alter, Betriebsstunden, Ausstattung und Reparaturbedarf.
Eine defekte Maschine wie eine einsatzbereite Maschine anbieten: Wenn die Maschine aktuell nicht einsatzbereit ist, sollte dies klar kommuniziert werden.
Was ist bei der Sachmängelhaftung zu beachten?
Beim Verkauf einer gebrauchten Baumaschine sollte die rechtliche Situation nicht pauschal beurteilt werden. Es macht einen erheblichen Unterschied, ob ein Unternehmer an einen anderen Unternehmer oder an einen Verbraucher verkauft und welche vertraglichen Vereinbarungen getroffen werden.
Die gesetzliche Sachmängelhaftung knüpft grundsätzlich daran an, ob die Kaufsache bei maßgeblichem Zeitpunkt bereits mangelhaft war. Bei einem Verkauf durch einen Unternehmer an einen Verbraucher gelten dabei besondere gesetzliche Schutzvorschriften. Im unternehmerischen Geschäftsverkehr bestehen dagegen andere Möglichkeiten zur vertraglichen Gestaltung.
Deshalb sollte bei einem gewerblichen Verkauf einer gebrauchten Baumaschine mit erheblichen Mängeln genau dokumentiert werden, welcher Zustand bekannt ist und welche Eigenschaften beziehungsweise Mängel zwischen den Vertragsparteien vereinbart wurden.
Bei rechtlich relevanten Einzelfragen sollte ein entsprechend qualifizierter Rechtsberater hinzugezogen werden.
Bekannte Mängel sollten dokumentiert werden
Eine einfache Möglichkeit besteht darin, eine eigene Zustandsübersicht zu erstellen.
Diese kann beispielsweise folgende Punkte enthalten:
- Motor: läuft / läuft nicht / Auffälligkeiten
- Hydraulik: funktionsfähig / teilweise funktionsfähig / defekt
- Getriebe: Zustand und bekannte Probleme
- Fahrwerk: Zustand und Verschleiß
- Reifen oder Ketten: Zustand
- Elektrik: bekannte Fehler
- Kabine: Zustand
- Arbeitsausrüstung: Zustand
- Anbaugeräte: vorhanden und Zustand
- Optik: Beschädigungen und Gebrauchsspuren
- bekannte Reparaturen
- offener Reparaturbedarf
Je konkreter die Informationen sind, desto einfacher wird die Kommunikation mit potenziellen Käufern.
Auch eine alte oder stark gebrauchte Baumaschine kann noch interessant sein
Alter und hohe Betriebsstunden bedeuten nicht automatisch, dass eine Maschine unverkäuflich ist.
Auch ältere Baumaschinen können aufgrund ihrer Bauart, Ausstattung, Ersatzteilversorgung oder ihres Einsatzpotenzials interessant sein. Das BAUMASCHINENZENTRUM weist ebenfalls darauf hin, dass bei älteren Baumaschinen nicht allein das Alter entscheidend ist, sondern unter anderem Hersteller, Modell, Zustand, Einsatzmöglichkeiten, Ersatzteilsituation und Nachfrage berücksichtigt werden können.
Das gilt auch für Maschinen mit hohen Betriebsstunden. Eine hohe Stundenzahl sollte immer im Zusammenhang mit Wartung, Einsatzbedingungen und technischem Gesamtzustand betrachtet werden.
Baumaschine mit Mängeln verkaufen: Eine einfache Vorbereitung in 7 Schritten
1. Maschine identifizieren
Hersteller, Modell, Baujahr, Seriennummer und Betriebsstunden zusammentragen.
2. Zustand erfassen
Funktionsfähige Komponenten, Verschleiß und bekannte Defekte übersichtlich dokumentieren.
3. Mängel konkret beschreiben
Nicht nur „defekt“ schreiben, sondern möglichst genau angeben, was bekannt ist.
4. Fotos erstellen
Gesamtzustand und problematische Stellen fotografieren.
5. Unterlagen zusammentragen
Wartungsnachweise, Rechnungen, Bedienungsunterlagen und weitere vorhandene Dokumentation bereithalten.
6. Reparatur oder Verkauf im Ist-Zustand abwägen
Vor einer teuren Reparatur sollte geprüft werden, ob diese wirtschaftlich sinnvoll ist.
7. Geeigneten Verkaufsweg wählen
Direktverkauf, Eigenvermarktung und Vermittlung haben jeweils unterschiedliche Vor- und Nachteile.
Wann lohnt sich eine Anfrage bei einem Fachhändler?
Wenn Sie eine Baumaschine mit Mängeln verkaufen möchten und den Aufwand für Inserate, Besichtigungen und Verhandlungen möglichst gering halten wollen, kann eine Anfrage bei einem spezialisierten Baumaschinenhändler oder Ankaufspartner eine interessante Alternative sein.
Gerade bei älteren, stark gebrauchten oder reparaturbedürftigen Maschinen kann eine professionelle Einschätzung hilfreich sein. Dabei sollte die Maschine nicht nur anhand eines einzelnen Defekts beurteilt werden. Hersteller, Modell, Baujahr, Betriebsstunden, Ausstattung, technischer Zustand und Marktinteresse gehören zusammen betrachtet.
Das BAUMASCHINENZENTRUM bietet dafür die Möglichkeit, die wichtigsten Maschinendaten und Fotos zunächst zur Einschätzung zu übermitteln.
Welche Baumaschinen mit Mängeln können verkauft werden?
Die grundsätzliche Frage nach der Verkaufsfähigkeit betrifft nicht nur Bagger.
Auch folgende Maschinen können je nach Zustand, Modell und Marktinteresse trotz Reparaturbedarf interessant sein:
- Minibagger
- Kettenbagger
- Mobilbagger
- Radlader
- Raupenlader
- Dumper
- Muldenkipper
- Teleskoplader
- Gabelstapler
- Walzen
- Raupen
- Planierraupen
- Grader
- Bohrgeräte
- Brecher
- Siebanlagen
- Kräne
- sonstige Bau- und Spezialmaschinen
Auch Baugeräte, Anbaugeräte und Zubehör können separat oder gemeinsam mit einer Maschine verkauft werden.
Baumaschine mit Mängeln verkaufen: Der Zustand muss nicht perfekt sein
Der Verkauf einer gebrauchten Baumaschine mit Mängeln ist grundsätzlich eine Frage der richtigen Einordnung. Nicht jeder Defekt macht eine Maschine unverkäuflich. Entscheidend ist, wie schwerwiegend der Mangel ist, welche Reparatur erforderlich wäre, welchen Nutzwert die Maschine noch besitzt und welche Käufergruppe dafür infrage kommt.
Besonders wichtig ist eine ehrliche und nachvollziehbare Dokumentation. Hersteller, Modell, Baujahr, Betriebsstunden, Ausstattung, Fotos, Unterlagen und vor allem bekannte Mängel sollten möglichst vollständig angegeben werden.
Ob eine Reparatur vor dem Verkauf wirtschaftlich sinnvoll ist, sollte nicht automatisch angenommen werden. Gerade bei älteren Maschinen kann der Verkauf im vorhandenen Zustand die bessere Lösung sein.
Wer möglichst wenig Zeit in Inserate, Anfragen und Verhandlungen investieren möchte, kann alternativ einen spezialisierten Händler oder professionellen Ankaufspartner ansprechen.
Sie möchten eine gebrauchte Baumaschine mit Mängeln verkaufen?
Wenn Sie einen Bagger, Radlader, Dumper, Teleskoplader, eine Walze oder eine andere gebrauchte Baumaschine mit Reparaturbedarf verkaufen möchten, können Sie die wichtigsten Informationen zum Zustand, Baujahr, Betriebsstunden und zur Ausstattung zusammenstellen und eine unverbindliche Anfrage beim BAUMASCHINENZENTRUM stellen.
Auch bei älteren, stark gebrauchten oder reparaturbedürftigen Maschinen lohnt sich eine individuelle Einschätzung. Denn ob eine Baumaschine noch einen interessanten Verkaufswert besitzt, lässt sich häufig nicht allein anhand eines einzelnen Mangels beantworten.
