Stromerzeuger verkaufen kann für Bauunternehmen, Handwerksbetriebe, Baumaschinenvermieter, Industrieunternehmen, Veranstaltungsunternehmen und andere gewerbliche Nutzer eine interessante Möglichkeit sein, nicht mehr benötigte Geräte aus dem eigenen Bestand zu veräußern.
Ob kleiner mobiler Stromerzeuger, Baustromaggregat, Dieselaggregat, Generator mit Anhänger oder leistungsstarkes Stromaggregat für die Versorgung größerer Verbraucher: Beim Verkauf kommt es auf deutlich mehr an als nur auf Hersteller, Baujahr und Preis.
Gerade bei gebrauchten Stromerzeugern spielen technische Daten, Leistung, Betriebsstunden, Wartungszustand, Einsatzbereich, Ausstattung und vorhandene Dokumentation eine wichtige Rolle. Auch der Zustand der elektrischen Komponenten und die Frage, ob Prüf- oder Wartungsnachweise vorhanden sind, können für die Einschätzung relevant sein.
Die DGUV weist ausdrücklich darauf hin, dass mobile Stromerzeuger auf Bau- und Montagestellen zur Versorgung einzelner Geräte, kompletter Baustellen oder zur Einspeisung in ein Baustellennetz eingesetzt werden können. Für Auswahl und Betrieb gelten dabei entsprechende sicherheitstechnische Anforderungen.
Wenn Sie einen gebrauchten Stromerzeuger verkaufen möchten, sollten Sie deshalb zunächst die wichtigsten technischen Informationen zusammentragen und den tatsächlichen Zustand möglichst transparent dokumentieren.
In diesem Beitrag erfahren Sie, worauf Sie beim Verkauf eines Stromerzeugers achten sollten, welche Angaben für eine Bewertung wichtig sind, wann sich eine Reparatur lohnt, welche Unterlagen Sie vorbereiten sollten und welche Möglichkeiten Ihnen beim Verkauf zur Verfügung stehen.
Warum werden gebrauchte Stromerzeuger verkauft?
Die Gründe für den Verkauf eines Stromerzeugers können sehr unterschiedlich sein.
In einem Bauunternehmen kann ein Aggregat beispielsweise durch ein moderneres oder leistungsfähigeres Modell ersetzt werden. Ein Mietpark kann ältere Geräte aus dem Bestand nehmen. Ein Handwerksbetrieb benötigt einen bisher eingesetzten Stromerzeuger nicht mehr. Oder ein Unternehmen reduziert seinen Gerätebestand und möchte gebundenes Kapital freisetzen.
Typische Gründe für den Verkauf sind:
- Neuanschaffung eines moderneren Stromerzeugers
- Reduzierung des Gerätebestands
- Aufgabe eines bestimmten Einsatzbereichs
- zu geringe Auslastung
- Umstrukturierung des Maschinenparks
- Verkleinerung oder Veränderung eines Mietparks
- hohe Betriebsstunden
- Reparaturbedarf
- technische Weiterentwicklung
- Aufgabe eines Unternehmensbereichs
- Verkauf eines kompletten Baugerätebestands
Der Verkauf muss dabei nicht zwingend bedeuten, dass der Stromerzeuger technisch nicht mehr genutzt werden kann. Häufig werden auch funktionierende und regelmäßig gewartete Geräte verkauft, weil sich die Anforderungen des bisherigen Eigentümers verändert haben.
Welche Stromerzeuger können verkauft werden?
Der Markt für gebrauchte Stromerzeuger umfasst zahlreiche unterschiedliche Bauformen und Leistungsklassen.
Zum Verkauf kommen beispielsweise:
- mobile Stromerzeuger
- Baustromaggregate
- Diesel-Stromerzeuger
- Benzin-Stromerzeuger
- Generatoraggregate
- Stromaggregate mit Anhänger
- schallgedämmte Aggregate
- Notstromaggregate
- größere Generatoranlagen
- Containeraggregate
- mobile Generatoren für Baustellen
- Stromerzeuger mit Verteilungen und Zubehör
Auch ältere Stromerzeuger können noch interessant sein. Entscheidend ist nicht allein das Alter, sondern das Zusammenspiel aus technischem Zustand, Leistung, Ausstattung, Betriebsstunden, Wartung und aktueller Nachfrage.
Stromerzeuger verkaufen: Die technischen Daten sind entscheidend
Bei einem Stromerzeuger sind technische Daten besonders wichtig, weil sie maßgeblich bestimmen, für welche Einsatzbereiche das Gerät geeignet ist.
Wenn Sie einen Stromerzeuger verkaufen möchten, sollten Sie deshalb möglichst viele technische Informationen zusammentragen.
Dazu gehören je nach Gerät beispielsweise:
- Hersteller
- Modell
- Typenbezeichnung
- Baujahr
- Seriennummer
- Nennleistung
- maximale Leistung
- Spannung
- Frequenz
- Phasenanzahl
- Motorhersteller
- Motortyp
- Kraftstoffart
- Betriebsstunden
- Tankvolumen
- Abmessungen
- Gewicht
- Ausführung
- vorhandene Steckdosen und Anschlüsse
- Schallschutz beziehungsweise Gehäuseausführung
Nicht jede Information muss zwingend sofort verfügbar sein. Je vollständiger die Angaben sind, desto einfacher lässt sich der Stromerzeuger jedoch einschätzen.
Die Leistung des Stromerzeugers richtig angeben
Eine der wichtigsten Angaben beim Verkauf ist die Leistung des Stromerzeugers.
Hier sollte nicht einfach eine ungenaue Angabe wie „großes Aggregat“ oder „leistungsstarker Generator“ verwendet werden.
Schauen Sie stattdessen auf das Typenschild und in die vorhandenen technischen Unterlagen. Je nach Gerät können Angaben beispielsweise in kVA oder kW gemacht sein.
Auch Spannung, Frequenz und die vorhandene Anschlussausstattung können für einen potenziellen Käufer relevant sein.
Gerade bei einem Stromerzeuger für Baustellen sollte die technische Konfiguration möglichst präzise beschrieben werden.
Das Typenschild beim Stromerzeuger fotografieren
Das Typenschild ist eine der einfachsten Möglichkeiten, wichtige Informationen zu einem gebrauchten Stromerzeuger zu dokumentieren.
Fotografieren Sie das Typenschild möglichst scharf und vollständig.
Besonders interessant sind Angaben zu Hersteller, Typ, Seriennummer, Baujahr, Leistung und elektrischen Kenndaten.
Zusätzlich empfiehlt es sich, das gesamte Aggregat aus mehreren Perspektiven zu fotografieren.
Betriebsstunden: Ein wichtiger Faktor beim Verkauf
Bei einem gebrauchten Stromerzeuger sind die Betriebsstunden häufig eine wichtige Information.
Sie geben einen Hinweis darauf, wie intensiv das Gerät bisher eingesetzt wurde. Allerdings sollten Betriebsstunden niemals isoliert betrachtet werden.
Ein Stromerzeuger mit vielen Betriebsstunden kann bei konsequenter Wartung technisch interessant sein. Ein Gerät mit wenigen Betriebsstunden kann dagegen aufgrund langer Standzeiten, fehlender Wartung oder anderer Probleme trotzdem einer genaueren Prüfung bedürfen.
Wenn ein Betriebsstundenzähler vorhanden ist, sollten Sie den angezeigten Wert möglichst exakt angeben.
Ist der Betriebsstundenzähler defekt oder die Anzeige nicht eindeutig nachvollziehbar, sollte dies offen kommuniziert werden.
Stromerzeuger verkaufen: Der technische Zustand zählt
Der Zustand eines gebrauchten Stromerzeugers sollte möglichst realistisch beschrieben werden.
Dabei sollten Sie zwischen optischen Gebrauchsspuren und technischen Mängeln unterscheiden.
Kratzer, Verschmutzungen, Lackschäden oder Gebrauchsspuren können bei einem gebrauchten Baustellengerät normal sein.
Anders sieht es bei technischen Problemen aus. Startprobleme, Fehlermeldungen, Undichtigkeiten, Probleme mit dem Motor, Generator oder der elektrischen Ausstattung sollten angegeben werden.
Wenn die genaue Ursache eines Defekts nicht bekannt ist, sollten Sie keine technische Diagnose erfinden.
Beschreiben Sie stattdessen, was tatsächlich festgestellt wurde.
Stromerzeuger mit Reparaturbedarf verkaufen
Ein Stromerzeuger muss nicht zwingend vollständig funktionsfähig sein, um verkauft werden zu können.
Auch Geräte mit Reparaturbedarf können grundsätzlich einen Markt haben. Entscheidend sind Art und Umfang des Defekts, Alter, Leistung, Ersatzteilsituation und der allgemeine Zustand.
Vor dem Verkauf stellt sich deshalb häufig die Frage: Soll der Stromerzeuger noch repariert werden oder ist der Verkauf im aktuellen Zustand sinnvoller?
Bei einem jüngeren Gerät mit einem klar kalkulierbaren Defekt kann eine Reparatur wirtschaftlich interessant sein.
Bei einem älteren Aggregat mit umfangreichem Reparaturbedarf können die Kosten dagegen schnell einen erheblichen Anteil des möglichen Verkaufserlöses ausmachen.
Lohnt sich eine Reparatur vor dem Verkauf?
Eine pauschale Antwort gibt es nicht.
Sie sollten vor einer Reparatur möglichst folgende Fragen beantworten:
- Wie hoch sind die voraussichtlichen Reparaturkosten?
- Ist der Schaden eindeutig bekannt?
- Welche weiteren Verschleißarbeiten könnten anstehen?
- Wie hoch wäre der realistische Wert nach der Reparatur?
- Wie hoch ist der aktuelle Wert im vorhandenen Zustand?
- Wie lange würde die Reparatur dauern?
Gerade bei älteren Stromerzeugern kann es sinnvoll sein, zunächst eine Einschätzung im Ist-Zustand einzuholen, bevor größere Reparaturkosten investiert werden.
Motor und Generator beim Verkauf berücksichtigen
Bei einem Stromaggregat sind sowohl der Antrieb als auch die Stromerzeugung selbst von Bedeutung.
Deshalb sollten vorhandene Informationen zum Motor und Generator möglichst vollständig angegeben werden.
Relevant können beispielsweise Motorhersteller, Motortyp, Kraftstoffart, Leistung und Betriebsstunden sein.
Auch Auffälligkeiten beim Startverhalten, ungewöhnliche Geräusche, Ölverlust oder andere bekannte Probleme sollten dokumentiert werden.
Elektrische Ausstattung und Anschlüsse dokumentieren
Ein Stromerzeuger ist nicht nur ein Motor mit Generator. Für den späteren Einsatz ist auch die elektrische Ausstattung entscheidend.
Fotografieren Sie deshalb das Bedienfeld und die vorhandenen Anschlüsse.
Je nach Gerät können beispielsweise unterschiedliche Steckdosen, Schutzschalter, Sicherungen, Anzeigen oder Steuerungskomponenten vorhanden sein.
Auch Veränderungen oder nachträglich eingebaute Komponenten sollten nach Möglichkeit angegeben werden.
Die DGUV weist für Stromerzeuger auf Bau- und Montagestellen auf die Bedeutung der sicherheitstechnischen Anforderungen und der geeigneten Auswahl und des sicheren Betriebs hin.
Wartungshistorie beim Verkauf eines Stromerzeugers
Vorhandene Wartungsunterlagen können für die Bewertung eines gebrauchten Stromerzeugers hilfreich sein.
Sammeln Sie deshalb beispielsweise:
- Wartungsrechnungen
- Serviceberichte
- Rechnungen für Reparaturen
- Motorwartungsnachweise
- Filterwechsel
- Ölwechsel
- Dokumentation größerer Reparaturen
- Prüfprotokolle
- Bedienungsanleitungen
- technische Dokumentationen
Auch eine unvollständige Dokumentation ist besser als gar keine Information. Geben Sie deshalb an, welche Unterlagen tatsächlich vorhanden sind.
Prüfungen und Dokumentation: Was sollten Verkäufer wissen?
Bei Stromerzeugern, die als Arbeitsmittel eingesetzt werden, können je nach konkretem Gerät und Einsatzbedingungen Anforderungen an Prüfung, sichere Verwendung und Dokumentation relevant sein.
Die Betriebssicherheitsverordnung sieht unter bestimmten Voraussetzungen Prüfungen durch zur Prüfung befähigte Personen vor und verlangt für vorgeschriebene Prüfungen entsprechende Aufzeichnungen.
Für elektrische Anlagen und Betriebsmittel auf Bau- und Montagestellen gelten außerdem besondere sicherheitstechnische Anforderungen. Die DGUV behandelt unter anderem Schutz gegen elektrischen Schlag, Baustromverteiler, Erdung, Potentialausgleich und weitere Aspekte des Betriebs.
Beim Verkauf sollten vorhandene Prüf- und Wartungsnachweise deshalb nicht unnötig zurückgehalten werden.
Wichtig ist allerdings: Ein vorhandenes älteres Prüfprotokoll ist nicht automatisch eine Aussage darüber, dass ein Gerät zum Zeitpunkt des späteren Verkaufs oder bei einem zukünftigen Einsatz weiterhin sicher ist.
Stromerzeuger mit unbekannter Historie verkaufen
Nicht bei jedem gebrauchten Stromaggregat ist die komplette Historie bekannt.
Gerade ältere Geräte können über mehrere Eigentümer oder Unternehmen gelaufen sein. Unterlagen können fehlen oder nur teilweise vorhanden sein.
Das bedeutet nicht automatisch, dass der Stromerzeuger unverkäuflich ist.
Entscheidend ist eine transparente Kommunikation darüber, welche Informationen bekannt sind und welche nicht.
Wenn beispielsweise das genaue Baujahr nicht sicher nachvollziehbar ist, sollten Sie dies entsprechend kennzeichnen, anstatt eine ungesicherte Angabe zu machen.
Stromerzeuger nach langer Standzeit verkaufen
Auch längere Standzeiten können beim Verkauf eine Rolle spielen.
Ein Stromerzeuger, der über einen längeren Zeitraum nicht betrieben wurde, sollte nicht allein aufgrund seines optisch guten Zustands als technisch neuwertig beschrieben werden.
Je nach Alter, Lagerbedingungen und Wartung können nach längerer Stillstandszeit zusätzliche Prüf- oder Instandhaltungsarbeiten erforderlich sein.
Für den Verkauf ist deshalb wichtig, die Standzeit möglichst ehrlich anzugeben.
Stromerzeuger richtig fotografieren
Gute Fotos erleichtern die erste Einschätzung erheblich.
Fotografieren Sie das Aggregat möglichst bei Tageslicht und aus mehreren Perspektiven.
Besonders sinnvoll sind Aufnahmen von:
- Gesamtansicht
- Motorraum
- Bedienfeld
- Typenschild
- Seriennummer
- Betriebsstundenzähler
- Steckdosen und Anschlüssen
- Tank
- Gehäuse
- Fahrwerk beziehungsweise Anhänger
- Beschädigungen
- Undichtigkeiten
- vorhandenem Zubehör
Wenn ein bestimmter Schaden bekannt ist, sollten Sie diesen zusätzlich als Detailaufnahme fotografieren.
Zubehör beim Verkauf nicht vergessen
Zum Stromerzeuger kann umfangreiches Zubehör gehören.
Dazu können beispielsweise Kabel, Anschlusskomponenten, Adapter, Anhängereinrichtungen, Verteilungen, Schutzvorrichtungen oder weiteres Zubehör gehören.
Erstellen Sie deshalb eine vollständige Zubehörliste.
Wenn bestimmte Komponenten nicht zum Lieferumfang gehören, sollte dies ebenfalls klar kommuniziert werden.
Stromerzeuger mit Anhänger verkaufen
Bei einem Stromerzeuger mit Anhänger sollten neben den Aggregatdaten auch Informationen zum Anhänger dokumentiert werden.
Interessant können beispielsweise Hersteller, Typ, Baujahr, zulässiges Gesamtgewicht und vorhandene Dokumente sein.
Auch der Zustand von Reifen, Beleuchtung, Zugvorrichtung und Fahrwerk sollte bei der Beschreibung berücksichtigt werden.
Stromerzeuger selbst inserieren oder direkt verkaufen?
Wenn Sie einen Stromerzeuger verkaufen möchten, stehen grundsätzlich verschiedene Verkaufswege zur Verfügung.
Sie können:
- ein eigenes Inserat erstellen
- einen Gebrauchtmaschinenmarktplatz nutzen
- einen Händler kontaktieren
- einen spezialisierten Ankäufer ansprechen
- den Stromerzeuger über einen Vermittler anbieten
- mehrere Geräte gemeinsam verkaufen
Welcher Weg sinnvoll ist, hängt unter anderem vom gewünschten Verkaufstempo, dem Zustand des Stromerzeugers und dem Aufwand ab, den Sie selbst betreiben möchten.
Stromerzeuger selbst inserieren
Beim Eigenverkauf haben Sie die Möglichkeit, den Angebotspreis selbst festzulegen und den gesamten Verkaufsprozess zu kontrollieren.
Sie müssen allerdings auch die Vermarktung übernehmen.
Dazu gehören Fotos, technische Beschreibung, Anfragen, Rückfragen, Preisverhandlungen, Besichtigungen und gegebenenfalls die Organisation von Abholung und Transport.
Bei einem gefragten und gut dokumentierten Stromerzeuger kann dieser Weg funktionieren. Bei älteren, speziellen oder reparaturbedürftigen Geräten kann die Vermarktung dagegen mehr Zeit beanspruchen.
Stromerzeuger direkt an einen Händler verkaufen
Eine Alternative ist der direkte Verkauf an einen Händler.
Der Vorteil besteht darin, dass Sie den Stromerzeuger nicht zwingend über einen längeren Zeitraum öffentlich inserieren müssen.
Sie stellen die wichtigsten Daten zur Verfügung und lassen prüfen, ob das Gerät in das jeweilige Ankaufs- oder Handelsprofil passt.
Besonders interessant kann dieser Weg sein, wenn Sie den eigenen Zeitaufwand für die Vermarktung gering halten möchten.
Stromerzeuger an einen spezialisierten Ankäufer verkaufen
Ein spezialisierter Ankäufer kann insbesondere für gewerbliche Verkäufer interessant sein.
Statt selbst nach einzelnen Interessenten zu suchen, können Sie das Gerät direkt mit seinen technischen Daten, Fotos und vorhandenen Unterlagen vorstellen.
Auch ältere Stromerzeuger, Geräte mit hohen Betriebsstunden oder Aggregate mit Reparaturbedarf können auf diese Weise zur Prüfung angeboten werden.
Mehrere Stromerzeuger gemeinsam verkaufen
Wenn Sie mehrere Stromerzeuger besitzen, sollten Sie prüfen, ob ein gemeinsamer Verkauf sinnvoll sein könnte.
Das kann beispielsweise bei einem Mietpark, einer größeren Bestandsbereinigung oder einer Umstrukturierung des Geräteparks interessant sein.
Erstellen Sie dazu zunächst eine Liste aller Aggregate.
Für jedes Gerät sollten möglichst Hersteller, Modell, Baujahr, Betriebsstunden, Leistung und Zustand erfasst werden.
Anschließend können Sie entscheiden, ob einzelne Geräte oder der gesamte Bestand angeboten werden sollen.
Kompletten Baugerätebestand mit Stromerzeugern verkaufen
Stromerzeuger stehen in Unternehmen häufig nicht isoliert, sondern gemeinsam mit anderen Baugeräten und Baumaschinen im Bestand.
Wenn beispielsweise gleichzeitig Rüttelplatten, Stampfer, Baupumpen, Kompressoren, Generatoren und weitere Geräte verkauft werden sollen, kann ein gebündeltes Angebot sinnvoll sein.
Das reduziert den organisatorischen Aufwand und ermöglicht eine strukturierte Bewertung des vorhandenen Bestands.
Was ist ein gebrauchter Stromerzeuger noch wert?
Der Wert eines gebrauchten Stromerzeugers hängt von mehreren Faktoren ab.
Besonders relevant sind:
- Hersteller
- Modell
- Baujahr
- Leistung
- Betriebsstunden
- technischer Zustand
- Motorzustand
- Zustand des Generators
- elektrische Ausstattung
- Wartungshistorie
- vorhandene Prüfunterlagen
- Zubehör
- Anhänger oder Fahrwerk
- Reparaturbedarf
- aktuelle Nachfrage
Eine pauschale Bewertung ausschließlich anhand des Baujahres ist deshalb wenig sinnvoll.
Hohe Betriebsstunden müssen kein Ausschlusskriterium sein
Viele Betriebsstunden werden häufig zunächst als Nachteil betrachtet.
Bei einem gewerblich eingesetzten Stromerzeuger sind hohe Betriebsstunden allerdings nicht ungewöhnlich.
Wichtiger ist die Kombination aus Betriebsstunden, Wartung und technischem Zustand.
Ein gut gewartetes Aggregat mit hoher Betriebsleistung kann für einen Käufer interessanter sein als ein kaum genutztes Gerät, dessen Wartungszustand unklar ist.
Alten Stromerzeuger verkaufen
Auch ein älterer Stromerzeuger kann noch einen Verkaufswert besitzen.
Gerade robuste Geräte können über viele Jahre eingesetzt worden sein.
Beim Verkauf eines alten Stromaggregats sollten Sie allerdings besonders auf eine realistische Beschreibung achten.
Alter, Betriebsstunden, Zustand und bekannte Reparaturen sollten möglichst nachvollziehbar dargestellt werden.
Je älter das Gerät ist, desto wichtiger können außerdem Ersatzteilversorgung, technische Dokumentation und der tatsächliche Zustand der einzelnen Komponenten werden.
Defekten Stromerzeuger verkaufen
Ein defekter Stromerzeuger kann unter bestimmten Voraussetzungen ebenfalls verkauft werden.
Für die erste Einschätzung sollten Sie möglichst genau angeben:
- was nicht funktioniert
- wann der Fehler festgestellt wurde
- ob das Gerät noch startet
- ob der Generator noch Leistung erzeugt
- ob Fehlermeldungen vorhanden sind
- ob der Motor auffällige Geräusche macht
- ob Flüssigkeiten austreten
- ob bereits Reparaturversuche durchgeführt wurden
Wenn die Fehlerursache unbekannt ist, sollten Sie dies offen angeben.
Stromerzeuger ohne vollständige Unterlagen verkaufen
Nicht bei jedem gebrauchten Aggregat sind Bedienungsanleitung, Wartungsnachweise oder frühere Rechnungen vollständig vorhanden.
Fehlende Unterlagen sollten jedoch nicht durch Vermutungen ersetzt werden.
Stattdessen sollte klar zwischen vorhandenen und nicht vorhandenen Informationen unterschieden werden.
Typenschild und Seriennummer können dabei eine wichtige Grundlage für die Identifikation des Geräts bilden.
Stromerzeuger verkaufen: Diese Unterlagen sollten Sie vorbereiten
Vor dem Verkauf sollten Sie alle verfügbaren Unterlagen zusammensuchen.
Hilfreich können insbesondere sein:
- Bedienungsanleitung
- technische Datenblätter
- Wartungsnachweise
- Reparaturrechnungen
- Serviceberichte
- Prüfprotokolle
- Dokumentation von Umbauten
- Unterlagen zum Anhänger
- vorhandene Konformitätsunterlagen
- weitere technische Dokumentation
Welche Dokumente tatsächlich relevant sind, hängt vom konkreten Stromerzeuger und seiner bisherigen beziehungsweise geplanten Verwendung ab.
Die fünf wichtigsten Informationen für eine Verkaufsanfrage
Wenn Sie möglichst schnell eine erste Einschätzung erhalten möchten, sollten mindestens folgende Informationen vorliegen:
1. Hersteller und Modell: Damit lässt sich der Stromerzeuger eindeutig einordnen.
2. Baujahr: Das Baujahr hilft bei der zeitlichen Einordnung.
3. Leistung: Die Leistungsdaten gehören zu den wichtigsten technischen Angaben.
4. Betriebsstunden: Der vorhandene Betriebsstundenzähler sollte möglichst exakt angegeben werden.
5. Zustand: Funktioniert das Gerät, gibt es bekannte Mängel oder besteht Reparaturbedarf?
Fotos vom gesamten Aggregat, Typenschild und Bedienfeld ergänzen diese Informationen sinnvoll.
Stromerzeuger verkaufen: Eine praktische Checkliste
Mit dieser Checkliste können Sie den Verkauf strukturiert vorbereiten:
- Hersteller feststellen
- Modell und Typ erfassen
- Baujahr prüfen
- Seriennummer dokumentieren
- Leistung feststellen
- Spannung und Frequenz erfassen
- Betriebsstunden ablesen
- Motorinformationen zusammentragen
- Zustand prüfen
- bekannte Mängel dokumentieren
- Reparaturbedarf erfassen
- Wartungshistorie zusammensuchen
- Prüfunterlagen bereithalten
- Zubehör auflisten
- Anhängerinformationen erfassen
- aktuelle Fotos erstellen
- Standort angeben
- passenden Verkaufsweg auswählen
Welche Fotos sollten Sie für den Verkauf erstellen?
Für eine erste Anfrage müssen es keine professionellen Studioaufnahmen sein.
Aktuelle und aussagekräftige Smartphone-Fotos sind in vielen Fällen ausreichend.
Fotografieren Sie:
- die Vorderseite
- die Rückseite
- beide Seiten
- das Dach beziehungsweise Gehäuse
- den Motorbereich
- das Bedienfeld
- das Typenschild
- den Betriebsstundenzähler
- die elektrischen Anschlüsse
- das Fahrwerk
- bekannte Schäden
- Zubehör
Je vollständiger die Bilder sind, desto weniger Rückfragen sind für eine erste Einschätzung erforderlich.
Warum eine ehrliche Zustandsbeschreibung wichtig ist
Eine realistische Zustandsbeschreibung schafft eine bessere Grundlage für die Verkaufsabwicklung.
Bekannte Schäden sollten deshalb nicht bewusst ausgelassen werden.
Das gilt insbesondere bei technischen Problemen, die bei einer späteren Besichtigung oder Prüfung ohnehin festgestellt werden können.
Transparenz bedeutet dabei nicht, dass ein Gerät schlechtgeredet werden muss. Sie bedeutet lediglich, den tatsächlichen Zustand möglichst sachlich zu beschreiben.
Stromerzeuger verkaufen: Nicht nur der Preis entscheidet
Beim Verkauf eines gebrauchten Stromerzeugers ist der höchste theoretische Verkaufspreis nicht automatisch das beste Ergebnis.
Sie sollten auch berücksichtigen, wie viel Zeit und Aufwand die Vermarktung verursacht.
Beim Eigenverkauf können zahlreiche Interessentenanfragen entstehen. Dazu kommen Besichtigungen, Preisverhandlungen und organisatorische Fragen zum Transport.
Ein Direktverkauf kann dagegen einen einfacheren Ablauf ermöglichen, auch wenn das erzielbare Ergebnis anders ausfallen kann als bei einer langfristigen Einzelvermarktung.
Die richtige Entscheidung hängt deshalb von Ihren Prioritäten ab: maximaler Verkaufserlös, möglichst geringer Aufwand, schnelle Abwicklung oder eine Kombination daraus.
Stromerzeuger verkaufen an das BAUMASCHINENZENTRUM
Wenn Sie einen gebrauchten Stromerzeuger verkaufen möchten, können Sie das Gerät dem BAUMASCHINENZENTRUM zur Prüfung vorstellen.
Für eine erste Einschätzung sind insbesondere Hersteller, Modell, Baujahr, Leistung, Betriebsstunden, Zustand und Ausstattung hilfreich.
Fotos vom Aggregat, Typenschild, Bedienfeld und den Anschlüssen erleichtern die erste Einordnung.
Auch ältere Stromerzeuger, Geräte mit hohen Betriebsstunden oder Aggregate mit Reparaturbedarf können grundsätzlich vorgestellt werden. Entscheidend ist immer der konkrete Zustand des jeweiligen Geräts.
Wenn neben dem Stromerzeuger weitere Baumaschinen oder Baugeräte verkauft werden sollen, kann außerdem der vorhandene Bestand gemeinsam vorgestellt werden.
Sie möchten einen gebrauchten Stromerzeuger verkaufen?
Dann bereiten Sie zunächst die wichtigsten Informationen vor: Hersteller, Modell, Baujahr, Leistung, Betriebsstunden und Zustand.
Fotografieren Sie anschließend das gesamte Aggregat sowie Typenschild, Betriebsstundenzähler, Bedienfeld und Anschlüsse.
Sammeln Sie außerdem vorhandene Wartungs-, Reparatur- und Prüfunterlagen und erstellen Sie eine kurze Liste des vorhandenen Zubehörs.
Auf dieser Grundlage können Sie entscheiden, ob Sie den Stromerzeuger selbst inserieren oder einen direkten Verkauf an einen Händler beziehungsweise spezialisierten Ankäufer bevorzugen.
Fazit: Stromerzeuger verkaufen – Vorbereitung schafft Klarheit
Stromerzeuger verkaufen kann über verschiedene Wege erfolgen. Sie können Ihr Aggregat selbst inserieren, über einen Gebrauchtmaschinenmarktplatz anbieten oder direkt einen Händler beziehungsweise spezialisierten Ankäufer kontaktieren.
Unabhängig vom Verkaufsweg gilt: Je besser Sie den Stromerzeuger vorbereiten und dokumentieren, desto einfacher wird die erste Einschätzung.
Besonders wichtig sind Hersteller, Modell, Baujahr, Leistung, Betriebsstunden, technischer Zustand und vorhandene Ausstattung. Typenschild, Bedienfeld, Anschlüsse und mögliche Schäden sollten zusätzlich fotografiert werden.
Auch Wartungs- und Prüfunterlagen können für die Einordnung hilfreich sein. Bei der Verwendung von Arbeitsmitteln und insbesondere bei Stromerzeugern auf Bau- und Montagestellen sind die jeweils geltenden Anforderungen an Sicherheit, Prüfung und Betrieb zu berücksichtigen.
Ein hoher Kilometer- beziehungsweise Betriebsstundenwert oder ein höheres Alter bedeutet außerdem nicht automatisch, dass ein Stromerzeuger wertlos ist. Ebenso muss ein technisch nicht einwandfreies Gerät nicht zwingend vor dem Verkauf kostenintensiv repariert werden.
Entscheidend ist vielmehr eine realistische Gesamtbetrachtung aus Zustand, Leistung, Alter, Betriebsstunden, Ausstattung, Dokumentation, Reparaturbedarf und aktueller Nachfrage.
Wer diese Punkte vor dem Verkauf sauber vorbereitet, schafft eine deutlich bessere Grundlage für eine schnelle und nachvollziehbare Bewertung des gebrauchten Stromerzeugers.
